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Kemp … oder Kunst und Musik kann richtig Spaß machen

Kemp: Bürgermeister Theo Hüffel eröffnete die Kemp’sche  Ausstellung. (Foto: GW) Wachtberg-Villip – Elf Künstler und sechs Musiker hatten Bärbel und Josef Kemp zusammengeführt und im Rahmen der 6. Wachtberger Kulturwochen gemeinsam eine Ausstellung auf die Beine gestellt, die eine Vielfalt künstlerischen Schaffens umfasste. Das ganze zweite Kulturwochen-Wochenende brachten sie bei strahlendem Sonnenschein im schönen Ambiente des Kemp’schen Vierkanthofs in Villip zahlreichen Besuchern „Musik und Kunst zum Erleben“ nahe.

2012 - 6. Wachtberger Kulturwochen (Banner)

 

 
Die Ausstellung wurde am Freitag von Bürgermeister Theo Hüffel offiziell eröffnet.

Musikalisch sorgte die Band „Vintage“ mit Jürgen Dietz (Saxophon), Christian Kussmann (Bass), Thomas Kreis (Gitarre), Claus Schulte (Schlagzeug), Hans-Georg Rehse (Gesang) und Erwin Ruckes (Piano) mit Jazz-Standarts und Pop-Klassikern am Vernissageabend für den musikalischen Rahmen.

Kemp: (v.l.n.r.) Gastgeber Josef u. Bärbel Kemp mit Mechtild Fiebig, Sabine Green u. Marion Schäfer, Monique Lebahn, Jessica Buschke, Thomas Honke, Resi Liemersdorf, Barbara Kickelbick, Jürgen Fuchs und Maria Jüde. (Foto: GW)

Das künstlerische Angebot war in diesem Jahr äußerst interessant gewählt.

Gastgeber Josef Kemp, bekannt für seine Drechselarbeiten, hatte seine Werkstatt geöffnet und eine Palette seiner Holzarbeiten ausgestellt.
Kemp: Josef Kemp - Drechselarbeiten. (Figuren rechts u. hinten von Beate Meffert-Schmengler). (Foto: GW)
Der Faszination seiner aus urigen Hölzern gefertigten Objekte kann sich kaum jemand entziehen. Kemp macht aus verwittertem, sonst eher gerade wegen dieser nicht makellosen Stellen ausrangiertem Holz ein Unikat, indem er eben diesen „Makel“ in seiner ganz eigenen Schönheit heraushebt und das Ganze so zu einem besonderen Kunstwerk wird. Ganz anders dagegen seine mit grafischen Formen durchbrochenen Schalen, die in ihrer strengen Formgebung puristischer und schöner nicht sein könnten.Kemp: Jessica Buschke - Gold- und Silberschmuck. (Foto: GW)


 

Jessica Buschke präsentierte hauptsächlich Silberschmuck. Ihr Stil ist geradlinig; ihre Arbeiten sind eher klein und filigran. „… alltagstauglich und auch im Büro tragbar“, sagt die junge Gold- und Silberschmiedin.

Kemp: Mechtild Fiebig - Malerei. (Foto: GW)

 

 

Mechtild Fiebig zeigte Aquarell- und Acryl-Malerei sowie Bilder in Mischtechnik. Vorrangig bringt sie abstrahierte Landschaftseindrücke auf die Leinwand, vielfach sind architektonische Umrisse angedeutet.

Kemp: Jürgen Fuchs - HiFi-Studio. (Foto: Wachtberg)

 

Jürgen Fuchs hatte einen Querschnitt dessen mitgebracht, was er in seinem HiFi-Studio anbietet. Seine besondere Vorliebe gilt der analogen Technik, wie sie noch im Plattenspieler Anwendung findet, und der Röhrentechnik. Dabei haben die Verstärker die Form von Röhren, erklärte er den interessierten Besuchern, was einen angenehmeren Ton für das menschliche Ohr erzeuge.

Kemp: Thomas Honke - Digitale Panoramafotografie. (Foto: GW)

 

Thomas Honkes Bilder sind nicht zu übersehen, fallen sie doch durch ihre immense Größe sofort ins Auge. Auf übergroße Panoramafotos hat er sich spezialisiert – mehrere Meter breit. Auf einem ist ein Rundumblick von Werthhoven über’s Ländchen zu sehen, im Hintergrund liegt das Siebengebirge. Große, fast unwirklich erscheinende Fotos aus Island zeigen Eisformationen im tiefblauen Wasser.

 

Kemp: Maria Jüde - Handgemachte Naturseifen. (Foto: GW)
Maria Jüde
stellt Seifen aus pflanzlichen und ätherischen Ölen her. Anstelle von Wasser benutzt sie zur Zubereitung entweder Tee aus Heilkräutern oder Olivenöl, in das sie eine Zeitlang unterschiedliche Blüten eingelegt hat. Das verleiht den Seifen nicht nur verschiedene Duftnoten sondern bedeutet auch zusätzliche Pflegestoffe für die Haut. Eine Auswahl aus ihrem großen Seifen-Sortiment hatte sie mitgebracht.

Kemp: Barbara Kickelbick - Schmuckdesign. (Foto: GW)

 

 

Barbara Kickelbick hat, wie sie erklärte, eine besondere Affinität zur Bildhauerei. Das zeigte sich auch in den Arbeiten der Schmuckdesignerin. Ihre Ringe sind groß und wirken skulptural. Vielfach sind es Formen aus der Natur, die sie inspirieren, wie die Blüten der Lampionblume. Dieser abgeschaut hat sie Anhänger in der gleichen Form gefertigt, in unterschiedlichen Größen, in Silber und Gold.

Kemp: Monique Lebahn - Floristik. (Foto: GW)

 

Monique Lebahn ist Floristin aus Leidenschaft. Neben Dekorationen für Festlichkeiten entwirft sie florale Objekte. Aus Schwemmholz mit Gipsfuß und kleiner Röhrchenvase für wechselnde Schnittblumen wird bei ihr ein Objekt von langer Halt- und Wiederverwendbarkeit. In ihren gezeigten Arbeiten hatte sie vielfach ungewöhnliche Naturalien kombiniert wie Blätter, Zweige und vertrocknete Blütenstände einer Clematis, was einen ganz eigenen Reiz ausmachte.Kemp: Resi Liemersdorf - "Wandel der Zeit" / Malerei, Fotos, Objekte. (Foto: GW)

 


Resi Liemersdorf
hatte einige ihrer Bilder unter das Thema „Wandel der Zeit“ gestellt. So hatte sie einer Darstellung des Times Square in New York einen Zeitungsausschnitt beigefügt, der diese Straße verlassen zeigt – aus Angst vor einem Hurrican. Ebenso stellte sie Presseartikel vom Wirbelsturm auf Haiti oder von Öko-Häusern ihren Werken gegenüber. Witzig auch ihre Jeans-Metamorphose, die in drei kleinformatigen Bildern darstellt, wie sich eine Jeans in ein Blatt verwandelt.


Neben der Kunst und der Musik gab’s für die Gäste auch wieder Kulinarisches.
Kemp: Shepard's Green - Handgemachte Chutneys und herzhafte Marmeladen. (Foto: GW)

Shepard’s Green hatte die unter den Kemp’schen Besuchern bereits bekannten leckeren Chutneys aufgetischt, neu u. a. in der Kombination von Sauerkirschen mit Chili, was besonders gut zu Wild schmeckt.

Sabine Werth vom Villiper Weinlä(n)dchen steuerte wieder die Getränke bei – mit Alkoholfreiem und ausgesuchten italienischen Weinen. (GW)