Gemeinde Wachtberg

Energieberatung: Strom- und Gasrechnungen … was Energieversorger mitteilen müssen

Energieberatung: Logo Verbraucherzentrale Wachtberg-Berkum - Die nächste Energieberatung findet am Mittwoch, 18. Juli 2012 im Rathaus der Gemeinde Wachtberg (Zimmer U 8), Rathausstraße 34 in Wachtberg-Berkum statt. Dies ist ein Angebot der ILEK-Projektgruppe „Erneuerbare Energien/Energieeffizienz“ in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale NRW.

Anmeldungen sind unter Telefon (0228) 9544 115 oder per E-Mail energieberatung@wachtberg.de möglich.

Ein Beratungsgespräch dauert 30 bzw. 60 Minuten und kostet aufgrund der Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie nur 5 bzw. 10 Euro (für ALG II-Bezieher kostenlos). Die Fragen an Energieberater Wilfried Thalhäuser von der Verbraucherzentrale NRW können alle möglichen Bereiche betreffen, u. a. energetische Sanierung von Häusern, energieeffizienter Neubau, Nutzung der Sonnenenergie, Energiesparen im Haushalt und vieles andere mehr. Die Beratung ist also für Hauseigentümer und Mieter gleichermaßen interessant.

Strom- und Gasrechnungen … was Energieversorger mitteilen müssen

Das 2011 novellierte Energiewirtschaftsgesetz regelt die Mindestangaben, die künftig auf der Rechnung zu stehen haben. Dabei gilt: Strom- und Gasrechnungen müssen einfach und verständlich sein. Thalhäuser erläutert, was ab jetzt auf der Rechnung nicht fehlen darf.
Um Verbrauchern den Wechsel des Anbieters zu erleichtern, gehören künftig die Vertragsdauer, die geltenden Preise, die nächstmögliche Kündigungsmöglichkeit, die Kündigungsfrist und die Zählernummer des Kunden zu den Pflichtangaben auf der Rechnung. Ferner findet man dort neben dem aktuellen Verbrauch auch den Vergleich zum eigenen Vorjahresverbrauch sowie zum Jahresverbrauch vergleichbarer Kunden. „Prüfen sollten Sie insbesondere die Angaben zu Messstelle, Zählerständen, Abrechnungszeitraum, Preis und Abschlagszahlungen“, rät Thalhäuser. Die Abrechnungsperiode darf zwölf Monate nicht wesentlich überschreiten Dabei muss die Rechnung spätestens sechs Wochen nach Beendigung der Abrechnungsperiode oder des Lieferverhältnisses erstellt werden. Wer keine Rechnung erhält, sollte unbedingt nachfragen, denn trotz fehlender Rechnung verjährt die Forderung nicht. Wollen Sie eine fehlerhafte Rechnung nicht bezahlen, teilen Sie dem Energieversorger – am besten per Einschreiben – den Fehler mit und fordern Sie ihn auf, eine ordnungsgemäße Abrechnung zu erstellen. „Ansonsten kann das Unternehmen nach einer Ankündigung die Versorgung unterbrechen. Das ist auch schon bei relativ geringen ‚Rückständen‘ von mindestens 100 Euro möglich“, warnt Thalhäuser.
Auf Beschwerden muss der Energieversorger innerhalb von vier Wochen mit einer Begründung antworten. Danach kann die im Energiewirtschaftsgesetz vorgesehene Schlichtungsstelle eingeschaltet werden. Deren Entscheidung ist für den Kunden kostenfrei. Die Anschrift der Schlichtungsstelle sowie die Kontaktdaten der Bundesnetzagentur als Aufsichtsbehörde finden sich ebenfalls auf der Rechnung.

Wer Fragen zur Energierechnung hat, wendet sich an die anbieterunabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale im Wachtberger Rathaus (nächster Termin siehe oben). (GW)