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Faszinationen des Lichtes - Kunstkreisausstellung im Rathaus noch bis 24. Februar
Wachtberg-Berkum – Der Faszination des Lichtes haben sich die Mitglieder des Wachtberger Kunstkreises in ihrer aktuellen Ausstellung im Rathaus gewidmet. Zu der Vernissage am 18. Januar konnten die Künstlerinnen und Künstler rund 100 Gäste begrüßen.
„Was kann es Schöneres geben, als das neue Jahr mit Faszinationen des Lichts zu beginnen“, mit diesen Worten begrüßte Wachtbergs stellvertretende Bürgermeisterin Ursula Perkams die Teilnehmer und Gäste zur offiziellen Ausstellungseröffnung. In der jetzigen dunklen Jahreszeit könne es als Zeichen gesehen werden, dass die erste Ausstellung in diesem Jahr dieses Thema habe, so Perkams weiter, bereichern die Bilder des Kunstkreises doch regelmäßig den Sitzungssaal. „Wir brauchen Blitzlichter!“, sagte Perkams und fügte dann mit Blick auf die bevorstehenden Sitzungen an: „Diese Bilder zeigen positives Licht“.
Hans Geiser erläuterte als Laudator für den Kunstkreis einige Gedanken, die bei den Überlegungen zum Ausstellungsthema gesammelt worden waren. Faszination des Lichtes, das sei immer auch das Farbenspektrum – als Inbegriff hierfür stehe sicherlich der Regenbogen. Manchmal reiche jedoch, so Reiser, auch schon ein einziges Licht, eine Kerze zum Beispiel, oder ein einzelner Lichtstrahl, Licht und Schatten … und schon erscheine alles in einem anderen, „faszinierenden“ Licht.
So präsentiert die Ausstellung Licht in ganz unterschiedlichen Interpretationen und auf sehr verschiedene Art und Weise.

Fast wörtlich nimmt es Willi Zettelmeier, der mit der Darstellung der „Kölner Lichter“ ein farbliches Feuerwerk in Acryl abbildet. Wer genau hinschaut, entdeckt am unteren rechten Bildrand unter den abgebildeten Zuschauern ganz andere Lichter – den Fernsehkoch Horst Lichter.
Gitta Briegleb, Meisterin der Radierung, zeigt eine Kaltnadel-Arbeit. In „Der Weg zum Licht“ bricht eine dunkle Fläche auf und gibt den Blick frei auf Helligkeit.
Monika Clever zeigt zwei Schwarz-Weiß-Photographien „Lichtgestalt I + II“, in denen sie künstlerisch mit Licht und Schatten spielt. Licht in Rottönen, einmal sich in einer Glasflasche brechend und ein anderes Mal als Abendlicht, das sich rot leuchtend am Horizont über dem dunklen Meer langsam zu verabschieden scheint, hat Klaus Felgendreher in Acryl auf die Leinwand gebracht. Gudrun Rosenberg hat für ihr Werk „Nachtlicht“ Ton, Glas und Acryl verwendet. Es stellt ein Gesicht dar, reliefartig erhaben, auf dem sich bei näherer Betrachtung Elemente wie Glasstücke, Glitzer, Spiegelteile und sogar eine Kerze finden, die das Licht reflektieren bzw. symbolisieren.
Von Joachim Krause stammen drei kleinformatige Bilder in Mischtechnik, die er „prisma-geburt: kreatur“, „prisma“ und „röntgen“ betitelt hat. „Strandgewitter“ mit ihrer ganz eigenen Lichtstimmung hat Jochen Müller in zwei Öl-Bildern festgehalten. 
Nicht von Licht sondern von Erleuchtung spricht Annerose Kontetzki bei ihren Bildern „Erleuchtung I + II“. Sie zeigen stilisierte Köpfe in unterschiedlichen, sehr kontrastvollen Farbstellungen. Daneben wirkt die Kreidezeichnung eines Flussufers im morgendlichen Licht „Flandrisch – früh“ von Enno Frandsen beinah berührend zart und fragil. Unzerbrechlich, wenngleich aus Glas, mutet dagegen das übergroße Kristallglas auf Bridget Schwäbigs Acrylbild „Sundowner“ an, in dem sich das Licht bricht und die Landschaft spiegelt. Bunt, in leuchtenden frischen Farbtönen präsentieren schließlich die Künstlerinnen Karin Yürüntümen mit „Pflanzen im Licht“ und Monika Rau mit „Lichterreigen“ ihre ganz eigenen Faszinationen des Lichtes.
Die Künstlerinnen und Künstler: Marga Auen, Gitta Briegleb, Monika Clever, Brigitta Felgendreher, Klaus Felgendreher, Enno Frandsen, Charlotte Geiser, Gisela Knebel, Annerose Kontetzki, Joachim Krause, Hans-Jochen Müller, Olga Rann, Monika Rau, Gudrun Rosenberg, Bridget Schwäbig, Karin Yürüntümen und Willi Zettelmeier.
Das Gesangsduo vis-à-vis mit Silvia Korth und Conny Hartmann begleitete den Abend der Vernissage musikalisch mit aktuellen Popsongs sowie Oldies. Im Laufe des Abends trugen die beiden Musikerinnen noch weitere Lieder zur Unterhaltung der Gäste bei und so wird sicherlich der eine oder andere Besucher von dieser Vernissage nicht nur Bildern im Kopf sondern auch Gute-Laune-Melodien im Ohr mit nach Hause genommen haben.
Die Ausstellung im Rathaus, Rathausstraße 34 in Wachtberg-Berkum ist noch bis zum 24. Februar 2012, jeweils montags bis mittwochs von 8.00 bis 17.00 Uhr, donnerstags von 8.00 bis 18.00 Uhr und freitags von 8.00 bis 12.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. (GW)
Letzte Änderung: 25. Januar 2012 - © 2012 Gemeinde Wachtberg