Gemeinde Wachtberg

Energieberatung: Solarstrom - Eigenverbrauch wird attraktiver

Energieberatung: Logo Verbraucherzentrale Wachtberg-Berkum - Die nächste Energieberatung im Rathaus der Gemeinde Wachtberg, Rathausstraße 34, in Wachtberg-Berkum findet am Mittwoch, 15. Februar 2012 im Rathaus der Gemeinde Wachtberg (Zimmer U 8), statt.

Dies ist ein Angebot der ILEK-Projektgruppe „Erneuerbare Energien/Energieeffizienz“ in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale NRW. Eine Anmeldung unter Telefon (0228) 9544 153 oder per E-Mail energieberatung@wachtberg.de ist erforderlich.

Ein Beratungsgespräch dauert 30 bzw. 60 Minuten und kostet aufgrund der Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie nur 5 bzw. 10 Euro (für ALG II-Bezieher kostenlos). Die Fragen an Energieberater Wilfried Thalhäuser von der Verbraucherzentrale NRW können alle möglichen Bereiche betreffen, u. a. energetische Sanierung von Häusern, energieeffizienter Neubau, Nutzung der Sonnenenergie, Energiesparen im Haushalt und vieles andere mehr. Die Beratung ist also für Hauseigentümer und Mieter gleichermaßen interessant.

Solarstrom - Eigenverbrauch wird attraktiver / niedrigere Vergütungssätze seit Januar 2012

Hausbesitzer mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach haben die Wahl: den erzeugten Strom ins Netz einzuspeisen – oder ihn zumindest teilweise selbst zu verbrauchen. „Bislang brachte der Eigenverbrauch nur geringe finanzielle Vorteile, doch sinkende Vergütungssätze einerseits und steigende Strompreise andererseits lassen diese Option immer attraktiver werden“, erklärt Thalhäuser.
Wer Strom aus Sonnenenergie ins Netz einspeist, oder ihn selbst nutzt, erhält eine garantierte Vergütung. So sieht es das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vor. Die Vergütungssätze sinken jedoch nach dem Willen des Gesetzgebers von Jahr zu Jahr, da auch die Preise für Photovoltaikanlagen zuletzt rapide gesunken sind.
Bei einer typischen Neuanlage aus 2012 mit einer Spitzenleistung von bis zu 30 Kilowatt wird jede Kilowattstunde Strom mit 24,43 Cent, die ins Stromnetz fließt, vom Netzbetreiber vergütet. Für den Eigenverbrauch gilt seit dem Jahreswechsel: abhängig vom prozentualem Anteil des Eigenverbrauchs zahlt der Netzbetreiber 8,05 oder 12,43 Cent je selbst verbrauchter Kilowattstunde an den Besitzer der Anlage: Wenn mehr als 30% der Erzeugung selbst verbraucht werden, gibt es die höhere Vergütung.

Steigende Strompreise sprechen für Eigenverbrauch
Die dritte Variable in der Rechnung ist der Verbrauchspreis des regulär von einem Energieversorger bezogenen Stroms, sollte der Bedarf im eigenen Haushalt nicht komplett durch die eigene Photovoltaikanlage gedeckt werden. Denn auch bei günstigen Stromanbietern kostet die Kilowattstunde mittlerweile mehr als 20 Cent, so dass der Gewinn durch das Einspeisen des selbst erzeugten Stroms zusehends dahin schmilzt. „Falls Vergütungssatz und Strompreis gleich hoch sind, kann die Netzeinspeisung sogar zum Verlustgeschäft werden“, gibt Thalhäuser zu bedenken. Gute Gründe also, mit dem selbst erzeugten Strom den eigenen Haushalt zu versorgen.

Weiteren Fragen zum Thema Photovoltaik und zum Erneuerbare-Energien-Gesetz beantwortet Energieberater Wilfried Thalhäuser von der anbieterunabhängigen Energieberatung der Verbraucherzentrale in seinen Sprechstunden im Wachtberger Rathaus (nächster Termin siehe oben). (GW)