Gemeinde Wachtberg

Energieberatung: Elektroheizung fast nie empfehlenswert

Energieberatung: Logo Verbraucherzentrale Wachtberg-Berkum - Die nächste Energieberatung im Rathaus der Gemeinde Wachtberg, Rathausstraße 34, in Wachtberg-Berkum findet am Mittwoch, 30. November 2011 statt.

Dies ist ein Angebot der ILEK-Projektgruppe „Erneuerbare Energien/Energieeffizienz“ in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale NRW. Eine Anmeldung unter Telefon (0228) 9544 153 oder per E-Mail energieberatung@wachtberg.de ist erforderlich.

Ein Beratungsgespräch dauert 30 bzw. 60 Minuten und kostet aufgrund der Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie nur 5 bzw. 10 Euro (für ALG II-Bezieher kostenlos). Die Fragen an Energieberater Wilfried Thalhäuser von der Verbraucherzentrale NRW können alle möglichen Bereiche betreffen, u. a. energetische Sanierung von Häusern, energieeffizienter Neubau, Nutzung der Sonnenenergie, Energiesparen im Haushalt und vieles andere mehr. Die Beratung ist also für Hauseigentümer und Mieter gleichermaßen interessant.

Energieberatung der Verbraucherzentrale warnt vor Kostenexplosion bei Elektroheizungen
Mit Beginn der Heizsaison taucht die Elektroheizung wieder überall in der Werbung auf. Die Anbieter versprechen niedrige Heizkosten, hohen Komfort und ein gutes Gewissen dank CO2-Reduktion. Wilfried Thalhäuser warnt jedoch vor unliebsamen Folgen. „Statt zu sparen treibt eine Stromheizung die Energiekosten oft in ungeahnte Höhen, besonders, wenn das Haus schlecht gedämmt ist“, erklärt er. Immer wieder, so der Energieberater, sitzen ihm in der Beratung Verbraucher gegenüber, die sich ihre astronomische Stromrechnung nicht erklären können. Besonders ineffizient und damit teuer sind Heizungen, die tagsüber Strom verbrauchen, wie die derzeit massiv angebotenen Infrarot-Flächenheizungen. Im Gegensatz zum etwas günstigeren Nachstrom kostet Strom tagsüber nämlich durchschnittlich 22 Cent pro Kilowattstunde. Zum Vergleich: Für Gas oder Öl fallen pro Kilowattstunde gerade einmal sieben bis acht und für Holzpellets fünf Cent an (Nachtstrom: circa 13 Ct/kWh).
Die Energiekosten einer Elektroheizung sind also rund doppelt so hoch wie bei anderen Energieträgern. Da sind die Einsparungen, die Anbieter aufgrund vergleichsweise niedriger Investitionskosten versprechen, in kürzester Zeit wieder aufgezehrt. Für den Klimaschutz ist die Elektroheizung nur unter bestimmten Voraussetzungen ein Gewinn: „Nur, wenn der Strom ausschließlich über einen zertifizierten Ökostromtarif bezogen wird, können die Emissionen gesenkt werden“, erklärt Thalhäuser.
Hausbesitzer, die eine umfangreichere Heizungsmodernisierung planen, sollten deshalb unbedingt anbieterunabhängigen Rat suchen und einen Termin bei der anbieterunabhängigen Energieberatung der Verbraucherzentrale vereinbaren (siehe oben). (GW)