Gemeinde Wachtberg

Energieberatung: Genehmigungspflicht von Solarstromanlagen - Ministerieller Erlass sorgt für Rechtssicherheit

Energieberatung: Logo Verbraucherzentrale Wachtberg – Die nächste unabhängige Energieberatung im Wachtberger Rathaus findet am Mittwoch, 16. Februar 2011, statt. Dies ist ein Angebot der ILEK-Projektgruppe „Erneuerbare Energien / Energieeffizienz“ in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale NRW.

Gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) kostet dieses Angebot nur fünf Euro pro Gespräch (für ALG II Bezieher kostenlos). Anmeldungen zu den 30 bis 40 Minuten dauernden Beratungen zum oben genannten Termin sind im Rathaus unter Telefon 0228/9544-153 oder per E-Mail energieberatung@wachtberg.de noch bis Montag 14. Februar, spätestens 16.00 Uhr, möglich.

Je nach individueller Fragestellung informiert Energieberater Wilfried Thalhäuser von der Verbraucherzentrale NRW unter anderem über baulichen Wärmeschutz, über Haustechnik, den Einsatz erneuerbarer Energien, über Fördermöglichkeiten und energetisch sinnvolle Sanierungsmaßnahmen.

Genehmigungspflicht von Solarstromanlagen - Ministerieller Erlass sorgt für Rechtssicherheit

Ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster verunsicherte Anfang Oktober viele Verbraucher, die eine Solarstromanlage betreiben: Sind private Photovoltaik-Anlagen gar illegal, wenn zuvor keine Baugenehmigung eingeholt worden war? Ein Erlass des Bauministeriums NRW (MWEBWV) sorgt nun für mehr Rechtssicherheit: "Bestehende Anlagen können ganz normal weiter betrieben werden und benötigen keine nachträgliche Genehmigung", erläutert Energieberater Wilfried Thalhäuser. Auch Neuanlagen bedürfen keiner Baugenehmigung, wenn mehr als die Hälfte der erzeugten Strommenge im Gebäude verbraucht wird. Dabei ist es egal, ob der verbrauchte Strom direkt von der Photovoltaik-Anlage oder zunächst eingespeist und später aus dem Stromnetz bezogen wird. Entscheidend ist die Gesamtbilanz. Die maximale Größe einer genehmigungsfreien Anlage lässt sich mit einer sehr einfachen Faustregel auf Basis der letzten Stromrechnung ermitteln: "Man teilt den Jahresstromverbrauch in Kilowattstunden durch 50. Das Ergebnis gibt in etwa die Quadratmeterzahl einer Photovoltaikanlage an, bis zu der man in der Regel keine Baugenehmigung benötigt", so Thalhäuser. "Baurechtliche Vorschriften zu Statik, Brandschutz etc. gelten natürlich weiterhin."

Bei allen Fragen rund um die Erzeugung von Solarstrom hilft die anbieterunabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW. (GW)