Gemeinde Wachtberg

Energieberatung: Dachbodendämmung - Kleine Extraschicht mit großer Wirkung

Energieberatung Logo Wachtberg – Die nächste unabhängige Energieberatung im Wachtberger Rathaus findet am Mittwoch, 19. Januar 2011, statt. Dies ist ein Angebot der ILEK-Projektgruppe „Erneuerbare Energien / Energieeffizienz“ in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale NRW.

Gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) kostet dieses Angebot nur fünf Euro pro Gespräch (für ALG II Bezieher kostenlos). Anmeldungen zu den 30 bis 40 Minuten dauernden Beratungen sind im Rathaus, unter Telefon 0228/9544-153 oder per E-Mail energieberatung@wachtberg.de möglich.

Je nach individueller Fragestellung informiert Energieberater Wilfried Thalhäuser von der Verbraucherzentrale NRW unter anderem über baulichen Wärmeschutz, über Haustechnik, den Einsatz erneuerbarer Energien, über Fördermöglichkeiten und energetisch sinnvolle Sanierungsmaßnahmen.

Dachbodendämmung - Kleine Extraschicht mit großer Wirkung
Bei 50 Quadratmetern lassen sich bis zu 8.000 Euro Energiekosten einsparen
Warme Luft steigt nach oben. Das ist auch in den eigenen vier Wänden nicht anders. Wer also unten tüchtig heizt, oben aber nicht dämmt, jagt seine kostbare Energie gleich wieder aus dem Haus. Dabei lassen sich Wärmeverluste bei Steildächern mit einfachen und kostengünstigen Mitteln verringern. Für Dachräume, die in absehbarer Zeit nicht als Wohnraum genutzt werden, reicht eine Dämmung der obersten Geschossdecke aus. Hierfür wird ein Dämmstoff auf dem Boden des Dachraumes ausgebracht. Der Dachboden mit der kleinen Extraschicht wird so zum Wärme isolierenden Polster. Richtig verlegt erzielt die Extraschicht auf dem Boden eine große Wirkung. Eine 20 Zentimeter dicke Dämmschicht auf einem 50 Quadtratmeter großen Dachboden eines typischen Altbaus spart laut Verbraucherzentrale NRW rund 175 Euro im Jahr ein. Mit steigenden Energiepreisen erhöht sich das Einsparpotenzial. Bei einer angenommenen Preissteigerung von jährlich sechs Prozent könnten Verbraucher im Laufe von 20 Jahren bis zu 8.000 Euro auf die Seite legen. „Kaum eine Sanierungsmaßnahme rechnet sich besser", meint Energieberater Wilfried Thalhäuser.
Übrigens: Auch der Gesetzgeber hat bei der Dämmung der obersten Geschossdecke ein Wort mitzureden und schreibt das Energiesparen in bestimmten Fällen sogar per Verordnung vor. Nicht begehbare Böden, wie beispielsweise Spitzböden, müssen bereits jetzt gedämmt sein. Ab 2012 gilt diese Pflicht dann auch für solche Dachräume, die von den Bewohnern genutzt werden können. Gemeint sind hier unter anderem Trocken- und Abstellräume.
Mit wie viel Aufwand eine Dachgeschossdecke gedämmt werden muss, hat auch mit ihrer Beschaffenheit zu tun. Am einfachsten geht das bei Betondecken. Diese relativ günstige Maßnahme kann mit handwerklichem Geschick sogar selbst gemacht werden. Kritischer wird es zum Beispiel bei Holzbalkendecken. Werden hier Fehler gemacht, kann die Dämmung wirkungslos sein  schlimmstenfalls können sogar Feuchtschäden entstehen. Daher empfiehlt es sich, vorher einen Experten zu befragen.
Bei Fragen zur Durchführbarkeit einer Dachgeschossdämmung ist die Energieberatung der Verbraucherzentrale der richtige Ansprechpartner. Infos zu weiteren Beratungsangeboten auch im Internet unter www.sparnachbar.de. (GW)