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Hammer hier Spaß gehabt
Wachtberg/ Hamm – NRW-Tag 2009: Gewinner aus Hamm besuchten Wachtberg. Nicht nur vor Ort wollte die Gemeinde Wachtberg auf dem NRW-Tag 2009 in Hamm Kontakte zu den Bürgerinnen und Bürgern knüpfen, sondern auch noch weit darüber hinaus. Wie schon beim vorherigen NRW-Tag in Wuppertal sollten auch einige Hammer nach Wachtberg eingeladen werden.
Ein Luftballon-Wettbewerb fungierte hierbei als Glücksbote und so konnte im März Bürgermeister Theo Hüffel Heike Bentin und Martina Knels sowie das Ehepaar Hedwig und Rainer Siemann in Wachtberg herzlich willkommen heißen.
Sowohl dem Finder eines NRW-Tag-Luftballons als auch dessen Absender winkten ein dreitägiger Aufenthalt mit abwechslungsreichem Rahmenprogramm im Drachenfelser Ländchen. So begegneten sich nicht nur Hammer und Wachtberger sondern auch zwei Hammer, Absenderin und Finder, in Wachtberg zum ersten Mal.
Von den vielen blauen Wachtberger NRW-Tag-Luftballons mit dem Drachenaufdruck hatte Rainer Siemann einen neben dem Stall seines landwirtschaftlichen Betriebes entdeckt, erzählte der Landwirt in der Begrüßungsrunde bei Bürgermeister Hüffel. Obwohl er noch gezögert und die beigefügte Karte erst einige Tage später nach Wachtberg abgeschickt hätte, wurde genau diese Karte aus den insgesamt 24 eingegangenen Karten als Sieger gezogen. Nicht ganz einfach sei es für ihn gewesen, so Siemann, einen Termin für die Reise festzulegen. Sein Betrieb mit 130 Milchkühen und angegliederter Schweinemast lasse ihm und seiner Frau wenig Freizeit. Die Absenderin, Heike Bentin, hatte es da einfacher, sie ist Angestellte der Stadtverwaltung Hamm, nur für ihren beruflich dann doch verhinderten Ehemann sprang kurzfristig Bentins Kollegin und Freundin Martina Knels ein. Als Dankeschön für die Einladung überreichten sie Hüffel das Hammer Maskottchen, einen Elefanten – das Wahrzeichen der Stadt – aus weichem Plüsch. Das Ehepaar Siemann überraschte den Bürgermeister mit einem Keramik-Frosch, in Hamm bekannt als „Pielepogge“.

Die Gewinner erwartete auch in diesem Jahr wieder ein buntes Programm.
Das Hotel Dahl in Niederbachem stiftete freundlicherweise zwei Übernachtungen mit Frühstück und Abendessen.
Am ersten Tag folgte nach der Begrüßung durch Bürgermeister Hüffel eine Führung mit der Umweltbeauftragten Hannelore Vogel durch den Naturnahen Schaugarten. Auch wenn im Schaugarten noch weitgehende Wintertristesse herrschte, konnten sich die Gäste aus Hamm schnell für die Idee eines naturnahen Gartens begeistern und viele interessante Anregungen mitnehmen.
Anschließend gab es einen kurzen Abstecher zur Kunst – Sabine Heinen führte die Besucher aus Hamm durch die gerade im Sitzungssaal des Rathauses stattfindende Ausstellung „Die 3 Impressionen“.
Nachmittags ging es unter der Leitung von Dr. Barbara Hausmanns in einer Rundfahrt zu den Sehenswürdigkeiten der Gemeinde. Stopps gab es u. a. an der Burg Adendorf und der Burg Gudenau, letztere hatte eigens für die Gäste aus Hamm den barocken Garten geöffnet. Der historische Töpferort Adendorf fehlte dabei ebenso wenig wie das für seine Treppenbauer bekannte Fritzdorf. 
Anschließend ging es zu Fuß auf den Rodderberg. Die Sonne spielte auf dem Spaziergang über den mit 13000 Jahren jüngsten Vulkan Westeuropas, geologisch eine besondere Rarität, zwar mit, aber den beeindruckenden Blick auf das Siebengebirge begleitete ein noch eiskalter Wind.
Dafür wurden die Hammer bei ihrer Rückkehr ins Hotel mit einem speziellen NRW-Tag-Abendessen überrascht.

Am zweiten Tag ihres Besuches gewährte der Töpfer Norbert Corzelius den Hammer Gästen einen Einblick in das traditionelle Adendorfer Töpferhandwerk und leitete sie zum Ritzen und Bemalen von Tonwaren an.

Gerne wären alle noch länger kreativ geblieben, aber die Besichtigung der Villiper Mühle stand als nächstes auf dem Programm.
Extra für die Gäste setzte Elisabeth Bedorf an diesem Tag das Wasserrad der historischen, immer noch in Betrieb stehenden Mühle in Gang.

Von historischer Technik zu innovativer Technik.

Ein Highlight wurde für die Hammer die Führung mit dem Wissenschaftler Ludger Leushacke durch die weithin sichtbare, als Wachtbergs Erkennungszeichen geltende „Kugel“, die ummantelte Großradaranlage der Fraunhofer Gesellschaft.
Zum Abschied wurde es lustig. Auf dem Abendprogramm stand der Besuch der Premiere des neuen Stückes „Kohle, Moos und Mäuse“ vom Laienspielkreis Oberbachem. Mit ihrem Mundarttheater konnten die Akteure sogar die mit dem Ländchenplatt wenig vertrauten Hammer begeistern.
Nicht nur Premiere wurde an diesem Abend gefeiert sondern auch das 50-jährige Bestehen des Laienspielkreises mit anschließendem Jubiläumsempfang, zu dem Vereinsvorsitzender Joachim Heinen die Ehrengäste aus Hamm ebenfalls eingeladen hatte.
Den letzten Tag im Rheinland verbrachten die Gewinner individuell in der Stadt Bonn. Von der Rhein-Voreifel-Touristik gesponsert bekamen sie hierfür jeweils eine Bonn-Regio-Welcome-Card, die vielerlei Vergünstigungen ermöglicht.
Worte könnten nicht beschreiben, was sie erlebt hätten, so formulierten Hedwig und Rainer Siemann zum Abschied ihren Dank an die Wachtberger. Dass sie so verwöhnt wurden, so viel erlebt und gesehen haben, hätten Heike Bentin und Martina Knels nicht erwartet, verabschiedeten sie sich mit einem großen Dankeschön. Sie wollen wiederkommen – eine Reise an die Ahr und nach Wachtberg im Herbst ist schon fest geplant.
Besonderer Dank gilt allen Beteiligten, die diesen Gewinner-Besuch und das dazu gehörige Begleitprogramm möglich gemacht haben. (GW)
Letzte Änderung: 16. April 2010 - © 2010 Gemeinde Wachtberg