Energieberatung: Öl, Gas, Strom & Co - Welcher Brennstoff ist der Richtige?

Energieberatung Logo Wachtberg – Am Mittwoch, 21. April 2010, findet im Wachtberger Rathaus die nächste unabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW statt. Dank der Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) kostet dieses Angebot nur fünf Euro pro Gespräch (für ALG II Bezieher kostenlos).

Anmeldungen zu den 30 bis 40 Minuten dauernden Beratungen sind im Rathaus, unter Telefon 0228/9544-153 oder per E-Mail energieberatung@wachtberg.de möglich.

Je nach individueller Fragestellung informiert Energieberater Wilfried Thalhäuser von der Verbraucherzentrale NRW unter anderem über baulichen Wärmeschutz, über Haustechnik, den Einsatz erneuerbarer Energien, über Fördermöglichkeiten und energetisch sinnvolle Sanierungsmaßnahmen.

Öl, Gas, Strom & Co - Welcher Brennstoff ist der Richtige?
Wer seine alte Heizungsanlage komplett austauschen möchte, hat auch die Wahl, auf einen anderen Brennstoff oder andere Energieträger umzusteigen. Dabei sollten Verbraucher die Entscheidung nicht allein von den aktuellen Energiepreisen abhängig machen, sondern ebenfalls die Investitions- und Nebenkosten im Auge haben. Außerdem gibt es unterschiedliche Fördermöglichkeiten. „In vielen Fällen können zum Beispiel Holzpellet-Öfen und manchmal auch Elektrowärmepumpen wirtschaftlich mit Öl- und Gasheizungen konkurrieren“, so Thalhäuser.
Der Experte erläutert die Vor- und Nachteile verschiedener Brennstoffe:

  • Heizöl ist im Vergleich zu anderen Energieträgern relativ preisgünstig; Wartung und Lagerung sind allerdings relativ aufwändig. Moderne Ölbrenner können auch schwefelarmes Heizöl vertragen, was allerdings mit Mehrkosten verbunden ist.
  • Erdgas setzt bei der Verbrennung etwa 20 Prozent weniger Kohlendioxid frei als Öl; auch sind Investitions- und Wartungskosten für die Heizungsanlage niedriger und der Platzbedarf geringer. Dafür ist Gas in der Regel teurer als Öl. Der Preis, auch der für die Hausanschlusskosten, hängt vom Gasversorger ab. Bei Gas gibt es inzwischen einen freien Markt der Anbieter. Vergleichen lohnt sich also.
  • Flüssiggas ist ähnlich umweltverträglich wie Erdgas, aber erheblich teurer. Tankmietverträge werden häufig nur langfristig angeboten. Kunden sollten sich das Recht vorbehalten, vorzeitig und zu vertretbaren Kosten zu kündigen. Ein eigener Tank ermöglicht den Einkauf auf dem freien Markt.
  • Holzpellets sind eine besonders umweltschonende Brennstoffalternative. Der Biomasse-Brennstoff wird in Säcken oder mit dem Silowagen angeliefert und versorgt die Holzpellet-Heizungen automatisch mit fast CO2-neutraler Energie – bei hoher Energieausnutzung. Pellets gelten bei den heutigen Brennstoffpreisen durchaus als wirtschaftliche Alternative. Ein ausreichender Platzbedarf für die Lagerung der Pellets ist zu berücksichtigen.
  • Wärmepumpen gewinnen Wärme aus dem Erdreich oder Grundwasser oder der Außenluft. Dafür benötigt die Anlage Strom. Eine gute Wirtschafts- und Umweltbilanz wird meist nur bei Nutzung von Erdwärme oder Grundwasser in Verbindung mit einer Niedertemperaturheizung in einem gut gedämmten Haus erreicht.
  • Strom ist für das Beheizen von Wohnräumen weder ökonomisch noch ökologisch geeignet. Selbst vermeintlich günstiger „Nachtstrom“ ist teurer als andere Brennstoffe. Daher hat der Gesetzgeber das allmähliche „Aus“ der Nachtspeicherheizung bereits eingeleitet. Ihr Austausch wird schon heute bezuschusst.
    Konkrete Hilfestellung bei der Überlegung, die Heizungsanlage zu modernisieren bietet Thalhäuser in einem ausführlichen Beratungsgespräch.

Wenn umfangreichere Sanierungsmaßnahmen anstehen oder bestimmte Fragen besser vor Ort zu klären sind, kommen die Energie-Fachleute der Verbraucherzentrale auch zum Verbraucher nach Hause. Ein solcher 90-minütiger Vor-Ort-Beratungsservice ist ab 60 Euro zu haben. Termine gibt’s unter Tel. 0180 111 5 999 (Festnetzpreis 3,9 Cent pro Minute, Mobilfunkpreise abweichend - maximal 42 Cent pro Minute) oder im Internet unter www.sparnachbar.de . (GW)