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Energieberatung: Wenn Heizungsoldies Verluste einfahren
Wachtberg - Seit Herbst letzten Jahres werden im Wachtberger Rathaus unabhängige Energieberatungen der Verbraucherzentrale NRW angeboten – die nächsten Termine finden am 24. Februar und 24. März statt. Dank der Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) kostet dieses Angebot nur fünf Euro pro Gespräch. Haushalte, die ALGII beziehen, können die Energieberatung kostenlos in Anspruch nehmen.
Anmeldungen zu den 30 bis 40 Minuten dauernden Beratungen sind im Rathaus, unter Telefon 0228/9544-153 oder per E-Mail energieberatung@wachtberg.de möglich.
Je nach individueller Fragestellung informiert Energieberater Wilfried Thalhäuser von der Verbraucherzentrale NRW unter anderem über baulichen Wärmeschutz, über Haustechnik, den Einsatz erneuerbarer Energien, über Fördermöglichkeiten und energetisch sinnvolle Sanierungsmaßnahmen.
Zum Beispiel: Alte Heizkessel blasen zu viel Wärme durch den Schornstein
Angesichts gestiegener Energiepreise ist die Nachfrage nach neuen sparsamen Heizungsanlagen groß. Und auch der Gesetzgeber macht mit Verordnungen Druck in Sachen Modernisierung. Nach Schätzungen des Umweltbundesamtes sind bis zu zwei Millionen Anlagen den Anforderungen nicht mehr gewachsen. Anlagen, die älter als 15 Jahre sind, gelten nach dem heutigen Stand der Technik bereits als Energieverschwender. „Mit einer neuen Heizungsanlage können Verbraucher bis zu 30 Prozent Energie einsparen“, so Thalhäuser, „außerdem winken Finanzspritzen vom Staat“.
- Ältere Heizkessel sind oft für eine zu hohe Leistung ausgelegt. Zu viel ungenutzte Wärme entweicht dadurch über den Schornstein. Der Gesetzgeber schreibt mittlerweile vor, dass die Heizleistung eines neuen Kessels nicht größer sein darf als der berechnete Wärmebedarf des Hauses.
- Alte Kessel sind häufig schlecht gedämmt und geben daher unnötig viel Wärme an die Umgebung ab. Solche Verluste sind bei Kesseln der neuen Generation durch verbesserte Wärmedämmung und geringere Betriebstemperaturen im Kessel selbst deutlich geringer.
- Viel Energie verlieren alte Kessel auch, wenn der Brenner zwar nicht läuft, der Kessel aber auf Betriebstemperatur ist. Solche Stillstandsverluste sind bei neuen Kesseln deutlich geringer. Immerhin ist ein Kessel mit Warmwasserbereitung etwa 8700 Stunden pro Jahr in Betriebsbereitschaft. Die eigentliche Brennerlaufzeit hingegen liegt nur bei 1500 bis 2000 Stunden.
- Auch nicht gedämmte Rohrleitungen oder falsch eingestellte Regelungen und Thermostatventile belasten die Heizungsrechnung. Hier gibt es übrigens Nachrüstpflichten.
Der Schornsteinfeger misst nur den Abgasverlust eines Heizkessels. Wie man Stillstands- und Bereitschaftsverlusten auf die Spur kommen kann, erläutert die Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW.
Wenn umfangreichere Sanierungsmaßnahmen anstehen oder bestimmte Fragen besser vor Ort zu klären sind, kommen die Energie-Fachleute der Verbraucherzentrale auch zum Verbraucher nach Hause. Ein solcher 90-minütiger Vor-Ort-Beratungsservice ist ab 60 Euro zu haben. Termine hierzu gibt’s unter Tel. 0180 111 5 999 (Festnetzpreis 3,9 Cent/Minute, Mobilfunkpreise abweichend, ab 1.3.2010 Mobilfunkpreis max. 42 Cent/Minute) oder im Internet unter www.sparnachbar.de . (GW)
Letzte Änderung: 12. Februar 2010 - © 2010 Gemeinde Wachtberg