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Energieberatung: Wärmepumpen - Angebote auf dem Prüfstand
Wachtberg – Seit September dieses Jahres werden im Wachtberger Rathaus unabhängige Energieberatungen der Verbraucherzentrale NRW angeboten, die dank der Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie nur fünf Euro pro Gespräch kosten. Die nächste Energieberatung findet am 16. Dezember statt.
Anmeldungen sind unter Telefon 0228/9544-153 oder per E-Mail energieberatung@wachtberg.de möglich.
Je nach individueller Fragestellung informiert Energieberater Wilfried Thalhäuser von der Verbraucherzentrale NRW in den 30 bis 40 Minuten langen Beratungen unter anderem über baulichen Wärmeschutz, über Haustechnik, den Einsatz erneuerbarer Energien, über Fördermöglichkeiten und energetisch sinnvolle Sanierungsmaßnahmen.
Zum Beispiel: Wärmepumpen
Die tatsächlichen Kosten für Wärmepumpenanlagen liegen höher, als die typischen, anbieterseitigen Zahlen vermuten lassen. Zu diesem Schluss kommen die Verbraucherzentralen nach einer Untersuchung von Angeboten verschiedener Fachunternehmen. Je nach Wärmepumpensystem liegen die Kosten im Durchschnitt 2.000 Euro bis 7.000 Euro über den pauschal angegebenen Marktpreisen. Diese Mehrkosten sollten Verbraucher bei ihrer Entscheidung für eine neue Heizung berücksichtigen.
Die Energieexperten nahmen über 50 Angebote von Fachunternehmen unter die Lupe. Enthalten waren Angebote für Erdreich-Wasser Wärmepumpen und Luft-Wasser Wärmepumpen. Die Angebote für Luft-Wärmepumpen beliefen sich durchschnittlich auf 17.000 Euro und lagen damit um rund 2.000 Euro höher, als von der Branche angegeben. Bei Erdreich-Wasser Wärmepumpen wiesen die geprüften Angebote mit 7.000 Euro eine noch höhere Differenz auf. Die Angebote zu Erdreich-Wasser Wärmepumpen ergaben einen durchschnittlichen Preis von 25.000 Euro.
Häufig sind wichtige Positionen in den Angeboten nicht enthalten. Dazu gehören zum Beispiel Wärmemengenzähler, Erdarbeiten oder wasserrechtliche und geologische Gutachten. Solche Kosten können sich durchaus auf 3000 bis 4000 Euro belaufen.
Seit einigen Jahren liegen Wärmepumpen zur Beheizung von Wohngebäuden im Trend, und sie werden von Anbietern und Stromversorgern stark beworben. Sie können in vielen Fällen eine Alternative zu den klassischen Wärmeerzeugern darstellen - wenn die passenden Voraussetzungen im Gebäude und auf dem Grundstück gegeben sind. Verbraucher sollten Angebote aber von einem unabhängigen Energieberater der Verbraucherzentralen prüfen lassen, um sich vor
Fehlinvestitionen zu schützen. Denn neben der Effizienz der Anlage bestimmen die Investitionen die Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe.
Deutliche höhere Investitionskosten für ein solches System im Vergleich zu konventionellen Öl- oder Gasheizungen machen sich letztendlich nur bezahlt, wenn dies durch Einsparungen bei den Heizkosten über die Jahre wieder kompensiert werden kann und wenn sich diese Mehrkosten in Grenzen halten. In der Praxis halten offenbar Wärmepumpen nicht immer, was bezüglich der Investitionskosten und der Effizienz vor Vertragsabschluss versprochen wurde. (GW)
Letzte Änderung: 04. Dezember 2009 - © 2009 Gemeinde Wachtberg