Demokratie als Schulstunde - Viertklässler besuchten Rathaus und hielten Ratssitzung ab

KGS Villip: Die Viertklässler der Villper Grundschule mit ihren Lehrern Sandra Rühl und Daniel Abbas besuchten Bürgermeister Theo Hüffel im Rathaus und hielten eine „Kinder“-Ratssitzung ab. (Foto: GW) Wachtberg-Villip (mm)- Macht es Spaß, Bürgermeister zu sein? Was tut ein Bürgermeister? Wie wird man Bürgermeister? Viele Fragen hatten die 37 Mädchen und Jungen der Villiper Grundschule zu einem Treffen mit Bürgermeister Theo Hüffel ins Rathaus der Gemeinde Wachtberg mitgebracht. Demokratie zum Anfassen - Stundenplan einmal anders.


Die Viertklässler, begleitet von ihren Lehrern Sandra Rühl und Daniel Abbas, hatten sich gut vorbereitet. Der Fragenkatalog, den sie mitbrachten, war groß. Warum sie noch nicht bei der Kommunalwahl mitwählen durften, wollten sie gleich zu Anfang wissen. Wahlberechtigt, antwortete Hüffel, seien sie hierfür erst mit 16 Jahren, aber es gebe in Wachtberg ein Jugendparlament, in dem sich auch Jugendliche unter 16 Jahren bereits für ihre Gemeinde engagieren könnten.

Allgemeines zum Amt des Bürgermeisters interessierte die Kinder ebenso wie Fragen zur Privatperson Theo Hüffel. Neben vielem anderen wollten die Kinder von Hüffel zum Beispiel wissen, wo er zur Schule gegangen sei, welche Ausbildung er habe und welchen Beruf er gerne hätte, wäre er nicht Bürgermeister. Auch sein Lieblingstier und -essen entlockten sie ihm. Sie erfuhren aber auch, dass man als Gemeindeoberhaupt immer einen vollen Terminkalender hat und nicht viel Zeit für Familie und Freizeit bleibt. „Macht es Spaß, Bürgermeister zu sein?“, wollten sie dann auch wissen, was Hüffel mit einem „Ja, sehr!“ deutlich bejahte.

Welche Aufgaben ein Bürgermeister hat und was eine Verwaltung alles erledigt, was der Rat macht und wie Entscheidungen getroffen werden – zu vielen Themen konnten die kleinen Besucher schon ganz konkrete Beispiele beisteuern.

KGS Villip: Bürgermeister Hüffel erklärt den Kindern, wie eine Ratssitzung abläuft. (Foto: GW)



Besonders anschaulich und zum Anfassen gestaltete sich die anschließende „Kinderratssitzung“.
Bevor es losgehen konnte, musste aus der Gruppe erst einmal ein Bürgermeister gewählt werden. Nach einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen stand Marlon als „Bürgermeister“ fest – mit Henriette als seiner Stellvertreterin.
 

Drei Fraktionen waren schnell gebildet. Auch die Funktion der Sitzungsglocke brauchte Hüffel nicht groß zu erklären und so eröffnete Marlon die Sitzung.

KGS Villip: Bürgermeister Theo Hüffel gibt Hilfestellung beim Sammeln der Vorschläge. (Foto: GW)Die folgende Diskussion darüber, was die Schülerinnen und Schüler an ihrer Villiper Schule gerne verbessern würden, geriet zuweilen etwas turbulenter und Bürgermeister Marlon griff mehrmals forsch zur Glocke, um die Ruhe wiederherzustellen.

Die Vorschläge aus den drei Fraktionen reichten vom Kunstrasenplatz und einer Schwimmhalle über ein Klettergerüst, einem Schulkiosk bis hin zu einer Schul-Cafeteria. Dass Demokratie mehrheitlich getragene Entscheidungen bedeutet, zeigte sich bei der Abstimmung der Vorschläge.

Den größten Zuspruch erhielt die Idee eines Schulkiosks. Bürgermeister Marlon zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf seiner ersten Ratssitzung. Unter der Anleitung von Theo Hüffel schloss er - formgerecht - die Sitzung. (GW)