Gemeinschaftshauptschule Wachtberg wird Verbundschule

GHS Wachtberg wird Verbundschule: (v.l.n.r.) Sabine Rullo, Theo Hüffel, Günter Winands, Ilka von Boeselager, Hartmut Beckschäfer und Hans Karaszewski. (Foto: GW) Wachtberg - Der nordrheinwestfälische Schulstaatssekretär Günter Winands, der gestern auf Einladung von Bürgermeister Theo Hüffel nach Wachtberg gekommen war, hat aus Düsseldorf die heiß ersehnte Entscheidung für die Umwandlung der Gemeinschaftshauptschule Wachtberg in eine Verbundschule ab dem Schuljahr 2010 mitgebracht.

Der Staatssekretär wie auch die Landtagsabgeordnete Ilka von Boeselager, die sich in den vergangenen Monaten intensiv für die Wachtberger Wünsche eingesetzt hatte, informierten sich zudem über wichtige Projekte im Schulzentrum wie beispielsweise die neue Schulmensa und die Technikräume.

Wie Winands dem Bürgermeister erläuterte, wird die Verbundschule aus einer Hauptschulklasse und zwei Realschulklassen bestehen. Vorraussetzung dafür ist, dass im Anmeldeverfahren die Zielzahlen erreicht werden. Für den Hauptschulbereich ist die Anmeldung von 18 Schülern erforderlich, für den Realschulbereich sind es 56 Schüler. Vorausgegangen war dieser Entscheidung ein Antrag vom 22. Mai 2009, den Bürgermeister Theo Hüffel für die Gemeinde Wachtberg gestellt hatte.

Bürgermeister Theo Hüffel betonte gegenüber dem Staatssekretär: „Die Verbundschule ist neben unseren ausgezeichneten Grundschulen und dem sehr guten Angebot an Gymnasien in unserer direkten Nachbarschaft eine wesentliche Bereicherung für unsere Wachtberger Schullandschaft. Der Ball liegt nun bei uns. Ich bin mir sicher, dass wir die notwendigen Anmeldungen für unsere neue Verbundschule erreichen werden, denn unsere Gemeinschaftshauptschule hat jetzt schon dank eines hoch motivierten Kollegiums und ihres ausgezeichneten Schulleiters einen guten Ruf.“

Hartmut Beckschäfer (CDU), Vorsitzender des Schul-, Sport- und Kulturausschusses, der an der Information über die Fortschritte an den Baumaßnahmen im Berkumer Schulzentrum teilnahm., zeigte sich ebenfalls hoch erfreut über die positive Entscheidung. In zwei Anläufen sei der Ausschuss jeweils einstimmig der Initiative der CDU-Fraktion gefolgt, die in 2006 und erneut Anfang dieses Jahres den Antrag zur Errichtung einer Verbundschule im Ausschuss eingebracht hatte. „Die Beharrlichkeit des Ausschusses, vor allem aber unsere guten Argumente und das konstruktive Zusammenwirken von Rat, Verwaltung und Schulleitung haben nun zum Erfolg geführt.“

Staatssekretär Winands erklärte, dass die Entscheidung zugunsten Wachtbergs nicht leicht gewesen sei. Einmal müssten die notwendigen Schülerzahlen erreicht werden und zum anderen dürften andere Schulen im Bestand nicht gefährdet werden. Zwar wäre von der Stadt Bonn keine ablehnende Stellungnahme vorgetragen worden, jedoch hätte die Bezirksregierung eine solch mögliche Gefährdung objektiv prüfen müssen.

Die positive Entscheidung zugunsten der Wachtberger Verbundschule hat direkte Auswirkungen auf die Carl-Schurz-Realschule in Bad Godesberg. Ausschlaggebend für die Entscheidung sei gewesen, so Winands, dass die Stadt Bonn mit der Erweiterung der Godesberger Gesamtschule von vier auf sechs Züge selbst eine Bedingung gesetzt habe, die eine Überarbeitung der Schulentwicklungsplanung in Bad Godesberg erforderlich mache.

Schulleiter Hans Karaszewski zeigte sich sehr erfreut über die tolle Nachricht aus Düsseldorf und hob die Bedeutung für seine Schule noch einmal hervor. „Natürlich wird die erfreuliche Nachricht für Wachtberg in Godesberg nicht begeistern. Aber die Zusammenarbeit und die Kooperation mit den Godesberger Schulen war bisher ausgezeichnet. Mir ist wichtig, dass diese positive Kooperation weiter fortgeführt wird“, unterstrich Karaszewski. (GW)