Wachtbergs Drache auf blauem Luftballon als Glücksbringer

Wuppertaler in Wachtberg: Das Ehepaar Peters bei ihrem Rundgang über den Rodderberg – im Hintergrund das Siebengebirge mit Drachenfels und Petersberg. (Foto: GW) Wachtberg/ Wuppertal - Der NRW-Tag 2008 in Wuppertal bewegte, so das damalige Motto, „sich – mich – dich“ … und das nicht nur am Festwochenende im August letzten Jahres sondern auch jetzt noch: Das Ehepaar Renate und Günter Peters aus Wuppertal, Gewinner des Luftballonwettbewerbs, den die Gemeinde Wachtberg auf dem NRW-Tag veranstaltet hatte, besuchte Wachtberg um seinen Gewinn einzulösen - einen dreitägigen Aufenthalt mit abwechslungsreichem Rahmenprogramm.


Wuppertaler in Wachtberg: NRW-Tag 2008 in Wuppertal (Logo)

Von den vielen blauen Wachtberger Luftballons mit dem Drachenaufdruck, die während des NRW-Tages in Wuppertal in den Himmel aufgestiegen waren, hatte das Wuppertaler Ehepaar Renate und Günter Peters einen in ihrem Garten entdeckt, die beigefügte Karte nach Wachtberg zurückgeschickt und mit dieser ersten eingegangenen Rückantwort einen dreitägigen Aufenthalt im Drachenfelser Ländchen, wie die Gemeinde Wachtberg auch genannt wird, gewonnen.

 

Wuppertaler in Wachtberg: Bürgermeister Theo Hüffel begrüßte Renate und Günter Peters, die Gewinner des Wachtberger Luftballonwettbewerbs auf dem letzten NRW-Tag in Wuppertal. (Foto: GW)
Den Kurztrip direkt, im bevorstehenden Winter, anzutreten, gefiel dem Paar wenig; sie wollten hiermit lieber bis zum Frühling warten.
So war es auch ein sonniger Tag, an dem Bürgermeister Theo Hüffel Renate und Günter Peters im Rathaus und in der Gemeinde Wachtberg herzlich willkommen hieß. Weit geflogen war der Siegerballon nicht; ihr Garten liege nur drei Kilometer vom Stadtzentrum Wuppertals entfernt, so das Ehepaar Peters. Eine Weile habe er noch überlegt, gab Günter Peters zu, ob er die Karte überhaupt wegschicken solle, denn gewonnen habe er noch nie etwas. Zum Glück hat er doch, denn diesen Besuch im Drachenfelser Ländchen werden die Peters’ in netter Erinnerung behalten … wie sie schließlich beim Abschied am Ende der drei Tage sagen werden.
Ein buntes Programm hatte Marlies Schmitz, die Kulturbeauftragte der Gemeinde, für die Gewinner zusammengestellt. Die zwei Übernachtungen mit Frühstück und Abendessen hatte das Hotel Dahl in Niederbachem freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Wuppertaler in Wachtberg: Die Umweltbeauftragte Hannelore Vogel führte das Ehepaar Peters durch den Naturnahen Schaugarten am Rathaus. (Foto: GW)
Am ersten Tag folgte nach der Begrüßung durch Bürgermeister Hüffel eine Führung mit der Umweltbeauftragten Hannelore Vogel durch den Naturnahen Schaugarten, bei der Renate Peters, die es liebt in ihrem Garten zu arbeiten, noch einiges Neues über die heimische Flora und Fauna erfuhr.

Anschließend gab es einen kurzen Abstecher zur Kunst – Monika Clever vom Kunstkreis Wachtberg führte das Paar durch die gerade im Sitzungssaal stattfindende Ausstellung.
Wuppertaler in Wachtberg: Renate und Günter Peters unter dem Rolandsbogen. (Foto: GW)


Gemeinsam ging es dann bei schönstem Wetter weiter zu einem Rundgang über den Rodderberg, dem mit 13000 Jahren jüngsten Vulkan Westeuropas und geologisch eine besondere Rarität, und zum Rolandsbogen.

Auf dem Abendprogramm stand ein Besuch des Laienspielkreises Oberbachem, der mit seinem Mundarttheater „Alte Liebe rostet nicht“ sogar die mit dem Ländchenplatt wenig vertrauten Wuppertaler begeistern konnte.

Wuppertaler in Wachtberg: Renate Peters beim Ritzen einer Tonschale. (Foto: GW)





Am zweiten Tag ihres Besuches gewährte in Wachtbergs Töpferort Adendorf der Töpfer Norbert Corzelius den Wuppertaler Gästen einen Einblick in das traditionelle Töpferhandwerk und leitete sie zum Ritzen und Bemalen von Tonwaren an.


Wuppertaler in Wachtberg: Hans-Jürgen Döring, Bürgermeister a. D., führte das Gewinnerpaar auf einer Fahrt durch die Gemeinde zu Wachtbergs Sehenswürdigkeiten – hier die Burg Adendorf. (Foto: GW)
 

 

 

Nachmittags unternahmen die Peters mit Altbürgermeister Hans-Jürgen Döring eine Rundfahrt durch die Gemeinde mit ihren dreizehn Ortsteilen, auf der er ihnen Wachtbergs Sehenswürdigkeiten wie die Wasserburgen, das schön erhaltene Fachwerk in den einzelnen Dörfern oder die interessante geologische Geschichte näher brachte.
 

 

Wuppertaler in Wachtberg: Besichtigung der Forschungsgesellschaft für Angewandte Naturwissenschaften. (Foto: GW)Die moderne, wissenschaftliche Seite Wachtbergs erlebten Renate und Günter Peters mit einer anschließenden Führung durch die weithin sichtbare, als Wachtbergs Erkennungszeichen geltende „Kugel“ der FGAN, die ummantelte Großradaranlage der Forschungsgesellschaft für Angewandte Naturwissenschaften.

Ein abendlicher Spaziergang am Rheinufer beendete den Tag und die Kennenlern-Tour in Wachtberg. Sehr schön sei es in Wachtberg gewesen, so die Peters beim Abschied. Sie hätten viel erlebt und besonders die Herzlichkeit, mit der ihnen begegnet worden sei, habe sie immer wieder begeistert. Welch ein Glück, so Günter Peters, dass er die Luftballon-Karte doch abgeschickt habe.

Die Stadt Bonn wollte das Ehepaar Peters noch besichtigen, bevor es wieder zurück nach Wuppertal fuhr. Von der Rhein-Voreifel-Touristik gesponsert bekam es hierfür eine Bonn-Regio-Welcome-Card, die vielerlei Vergünstigungen einschließt, mit auf den Weg.

Ein besonderes Dankeschön gilt allen Beteiligten, die diesen Gewinner-Besuch und das dazu gehörige Begleitprogramm möglich gemacht haben.

Wuppertal hat’s vorgemacht: Wachtberg bewegte – sich – mich – dich. (GW)