Einvernehmen im Schutz um Wachtbergs Landschaftsbild

Mitteilung aus dem Rathaus Wachtberg – Zu einem Kennenlern-Gespräch hatte Bürgermeister Theo Hüffel die Vorsitzenden des Vereins „Wachtberger für den Schutz des Drachenfelser Ländchens e. V.“, Brigitte Bartesch und Dr. Thomas Ansorge, ins Rathaus eingeladen.

Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, Maßnahmen zu planen und durchzuführen, die der Erhaltung und dem Schutz der Landschaft des Drachenfelser Ländchens dienen. Die von der Gemeinde Wachtberg jetzt geplante Überarbeitung des Flächennutzungsplanes möchte der Verein aktiv begleiten. Anregungen, Bedenken und Vorstellungen aus der Bürgerschaft sollen gesammelt werden – der Verein sieht sich hier als „Sprachrohr“.

Hüffel erläuterte in diesem ersten Meinungsaustausch dem Vereinsvorstand, dass es Ziel der Verwaltung ist, die Bürgerinnen und Bürger hinsichtlich der Bearbeitung des Flächennutzungsplanes umfassend zu informieren. Das gesetzlich geregelte Verfahren zur Änderung eines Flächennutzungsplanes biete optimale Möglichkeit Transparenz zu schaffen, da es öffentlich ist. Durch verschiedene Bürgerbeteiligungen können sich auch einzelne Bürger einbringen. Der Rat muss sich, so Hüffel, mit jeder dieser an ihn herangetragenen Anregungen und Bedenken auseinandersetzen. Bartesch und Dr. Ansorge begrüßten, dass das Verfahren transparent, bürgerfreundlich und unter Berücksichtigung der landschaftlichen Belange durchgeführt werden solle.

Wachtberg wird, so Hüffel, nach jüngsten Prognosen weiter wachsen - ob mit oder ohne Flächennutzungsplan. Findet diese Entwicklung aber nicht geplant statt, erläuterte der Bürgermeister, dann führe das zur Zersiedelung, was weitreichende Konsequenzen wie zum Beispiel schlechte Verkehrsanbindungen und eine nicht ausgelastete Infrastruktur (Kindergärten, Schulen …etc.) nach sich ziehen würde. „Ein Flächennutzungsplan weist nicht nur Baugebiete aus, sondern auch die Gebiete, die nicht der Bebauung zugeführt werden“, so Hüffel weiter, „und ist somit ein wichtiges Steuerungsinstrument zum Schutz unserer schönen Landschaft.“ Nur dadurch könne weitere Zersiedelung verhindert werden. Auch ist es wichtig, so Bartesch und Dr. Ansorge, derzeit ungenutzte Wohnflächen wieder in den Markt zu bringen.

Beide Seiten waren sich darin einig das Wachtberger Landschaftsbild erhalten zu wollen. Sie vereinbarten eine Zusammenarbeit, über deren Ausgestaltung noch entschieden werden soll, damit sie rechtzeitig zum Start der Beratungen zur Überarbeitung des Flächennutzungsplans greifen kann. Ein regelmäßiger, gegenseitiger Informationsaustausch wurde sowohl von Hüffel als auch von Bartesch und Dr. Ansorge zugesichert. (GW)