Kinderratssitzung mit Viertklässlern der KGS Villip

Die Viertklässler der KGS Villip mit (hinten v.r.n.l.) ihrer Lehrerin Te-Schiem Park, Bürgermeister Theo Hüffel und den Praktikanten Daniel Weik und Christine Weihberg. (Foto: GW) Wachtberg-Berkum – Politik zum Anfassen – die Kinderratssitzungen, die Bürgermeister Theo Hüffel in der Vergangenheit bereits mehrfach mit Grundschülerinnen und -schülern abgehalten hat, werden immer beliebter.

Ende Februar stand für die vierte Klasse der Katholischen Grundschule Villip diese besondere „Schulstunde“ auf dem Stundenplan. Zwanzig Mädchen und Jungen waren mit ihrer Klassenlehrerin Te-Schiem Park ins Rathaus gekommen und nahmen im großen Sitzungssaal Platz.
Welche Aufgaben hat eine Gemeindeverwaltung? Was macht ein Bürgermeister? Wie wird man Bürgermeister? Wer ist im Rat und was passiert in einer Ratssitzung?

Schnell fanden die Kinder unter der Anleitung von Bürgermeister Theo Hüffel viele Antworten selbst. Manchmal fügte Hüffel noch einige Erklärungen an.

Exemplarisch ‚spielte’ er dann mit den Schülerinnen und Schülern eine Ratssitzung durch. Aufgeteilt in zwei Gruppen sollten diese erst einmal für ihre „Fraktion“ einen Namen finden und einen Vorsitzenden wählen. Bürgermeister Theo Hüffel und "Bürgermeisterin Lina" leiteten die Kinderratssitzung. (Foto: GW)Nachdem dies, unterstützt von den beiden Rathaus-Praktikanten Christine Weihberg und Daniel Weik, in geheimer Wahl reibungslos geklappt hatte, waren sich die Kinder auch schnell einig, wen sie aus ihrer Mitte zum Bürgermeister ernennen wollten: Lina. Mit Hüffel an ihrer Seite griff die frisch gewählte Bürgermeisterin zur Handglocke, ließ sie kräftig klingen und eröffnete so ihre erste Sitzung. Anregungen wurden notiert, zu Anträgen formuliert und in der Sitzung diskutiert. Wie im echten Leben war schnell klar: Vieles wäre schön, aber alles ist nicht auf einmal machbar. So mussten sich die Kinder auf ein Projekt einigen. Ein Friseur, ein Reitstall, C & A und die Gestaltung des Schulhofes mit zahlreichen Ideen standen zur Diskussion. Prioritäten wurden gesetzt und am Schluss wurde mehrheitlich für die Verbesserung des Schulhofes gestimmt.

"Schularbeiten" gab’s schließlich auch noch: Bürgermeister Hüffel gab den Kindern die Aufgabe mit auf den Weg, ihre Verbesserungsvorschläge zu sammeln und in einer "Projektbeschreibung" zu formulieren. In einer der nächsten Sitzungen des Schulausschusses könnten sie dann ihren Entwurf den Ausschussmitgliedern vortragen und zur Diskussion stellen. "Ich helfe Dir dann wieder", versicherte Hüffel Kinder-Bürgermeisterin Lina … die darüber sichtlich sehr erleichtert war.

Mit einem kleinen Einblick in die Aufgaben des Standesamtes endete diese Schulstunde im Rathaus. (GW)