Wie sicher beherrsche ich mein Fahrrad?

Pecher Grundschüler trainierten ihre Geschicklichkeit anhand des Fahrradparcours Pecher Grundschüler trainierten ihre Geschicklichkeit anhand des Fahrradparcours

In der Woche vom 10. bis 14. September 2007 fanden an der katholischen Grundschule Pech die Verkehrssicherheitstage in Zusammenarbeit mit dem Kommissariat Vorbeugung Bonn statt.

In dieser Zeit konnten sich die Schüler der dritten und vierten Klasse davon überzeugen, wie sicher sie mit ihrem Fahrrad umgehen können, während die Erst- und Zweitklässler dies auf ihrem Roller beweisen sollten.

Am ersten Tag übte der Polizist Uwe Levas mit den Erstklässlern das verkehrsgerechte Überqueren der Straße, was die Schüler sehr gewissenhaft durchführten.

Fleißige Helfer bauten am nächsten Tag mit der Lehrerin Renate Clasen den Fahrradparcours, den der ADAC in Gemeinschaft mit der Post zur Verfügung gestellt hatten, auf dem Sportplatz auf. Dort mussten die Dritt- Und Vierklässler die Disziplinen Anfahren (Erst genau nach links umschauen, dann anfahren.), Spurbrett (Nicht vorzeitig vom Spurbrett fahren!), Kreisel (Mit der Kette in der linken Hand einen Kreis fahren!), großer Achter (Kein Klötzchen umstoßen und nicht aus der Spur fahren!), Schrägbrett (Nicht vom Schrägbrett abrutschen!), Spurwechsel (Umschauen, die angezeigte Zahl merken und Handzeichen geben!) Slalom (Keine Stange auslassen oder umwerfen.) und Bremsen (Vor der Stange anhalten und dann abstützen!) absolvieren. Ziel dieser Übungen ist es, den Kindern spielerisch die wichtigsten Fahrtechniken, die sie auch im Straßenverkehr sicher beherrschen müssen, beizubringen. Wie jedes Jahr, so war auch diesmal für die meisten Schüler die Bewältigung des Kreisels eine große Herausforderung, danach folgte die Übung am Schrägbrett. Den Schülern fiel es schwer, mit einer Hand am Lenker das Gleichgewicht zu halten.

Es zeigte sich bei den Übungen, dass so manches Kind sein Fahrrad noch nicht sicher beherrschte. Einige Fahrräder waren auch zu groß, so dass die Füße der Kinder nicht den Boden berührten, was unbedingt zur sicheren Handhabung des Rades gehört. Andere Räder waren wiederum zu klein. Hier sei an die Eltern appelliert, beim Kauf eines neuen Fahrrades darauf zu achten, dass die Fahrräder der Körpergröße der Kinder entsprechen! Hierbei gelten die vom ADAC empfohlenen Richtwerte: 18 Zoll für eine Körpergröße von 112-125 cm, 20 Zoll für 125-140 cm, 24 Zoll für 140-160 cm und ab 160 cm 26 Zoll oder 28 Zoll. Denn was nutzt ein großes Rad, das das Kind nicht sicher beherrscht und es deshalb im wirklichen Verkehrsgeschehen oder in einer Gefahrensituation nicht richtig reagieren kann?
Zum Abschluss der Übungen, die sie begeistert und konzentriert ausführten, war für die Schüler klar, dass sie die eine oder andere Disziplin noch üben müssen, was sie sich für die Verkehrssicherheitstage im nächsten Jahr fest vornahmen.

Die Viertklässler wies der Polizist Uwe Levas in verkehrsgerechtes Verhalten auf dem Fahrrad ein und fuhr mit ihnen an zwei Tagen die Strecke für die praktische Radfahrprüfung ab. Dabei zeigte er ihnen, wie sie sich in bestimmten Situationen verhalten sollen und welche Regeln sie beim Radfahren beherzigen müssen. Außerdem übten die Schüler richtiges Links abbiegen. Trotz der intensiven Vorbereitung auf die praktische Prüfung bestanden drei Schüler diese Prüfung nicht. Allen, die zum Gelingen dieser Verkehrssicherheitstage beigetragen haben, danken die Schulleiterin Brigitte Römmelt und das Lehrerkollegium recht herzlich: dem ADAC und der Post für die Bereitstellung des Fahrradparcours, Uwe Levas vom Kommissariat Vorbeugung Bonn für die Vorbereitung und Abnahme der Radfahrprüfung und nicht zuletzt allen fleißigen Müttern und Vätern, die sich als freiwillige Helfer für die Durchführung des Fahrradparcours und der praktischen Radfahrprüfung zur Verfügung gestellt haben. (R. Clasen f. GW)