Gemeinde Wachtberg

Schlemmen à la française

Französisch kochen: Am Schluss wurde festlich zu Tisch gebeten. (Foto: Privat) Wachtberg-Berkum - Als letztes Koch-Event dieses Jahres bot der Partnerschaftsverein Wachtberg die Zubereitung eines Menus nach Rezepten der „cuisine française“ unter der Leitung von Heidi Rusnak an.

Einen Abend lang wirkten elf Hobby-Köchinnen und -köche nach Herzenslust in der Lehrküche der Hans-Dietrich-Genscher-Schule Berkum und produzierten, in Arbeitsteams aufgeteilt, ein Vier-Gänge-Menu, das sie im Anschluss in gemütlicher Runde verspeisten.
Zum Auftakt, als „amuse gueule“, komponierte das erste Team ein Garnelen-Zucchini-Soufflé mit einer raffinierten Safran-Sauce, das aus den Förmchen gelöffelt/gegabelt wurde. Zur Neutralisierung der Geschmacksnerven und als Vitamingabe pürierte das Französisch kochen: Am Herd – in Gruppen wurde fleißig geschnippelt und gebrutzelt. (Foto: Privat)nächste Team eine Gemüsesuppe auf Porree-Basis, die samtweich auf der Zunge zerging. Zum Hauptgang wurden Geflügel-Brustfilets vorsichtig im Ofen gegart und in einer Sherry-Senf-Sauce „gebadet“, die ein Meisterkoch in Paris vor vielen Jahren kreiert hatte. Dazu Stampfkartoffeln mit grünen Zuckererbsen. Als Dessert hatte Rusnak eine sensationelle Mohn-Tarte mit frischen Aprikosen geplant und vorbereitet, für die jedoch in letzter Minute die erforderlichen Aprikosen trotz größter Anstrengungen nicht mehr erhältlich waren. Die letzten Angebote gab es in der Woche davor. Wie bei anderem Obst in diesem Jahr so war auch für Aprikosen die Ernte früher als gewöhnlich zu Ende gegangen. Kurz entschlossen ließ sie zwei Teams mit der “Forschungsaufgabe“ gegeneinander antreten, alternative Früchte anstelle der Aprikosen auszuprobieren, um sie dann kritisch zu bewerten. Das Ergebnis war eins zu eins - unentschieden sowohl für Weinberg- Pfirsiche als auch für blaue und gelbe Pflaumen – und das neue Rezept kann nun in die Kochbücher Einzug halten.
Die Zubereitung der Gerichte nahm weniger Zeit in Anspruch als erwartet. Während die Speisen im Topf oder im Herd brutzelten,Französisch kochen: Am Schluss wurde festlich zu Tisch gebeten. (Foto: Privat) war noch Luft für ein weiteres Rezept. In weiser Voraussicht hatte Rusnak noch eine „schnelle“ Blätterteig-Tarte mit Obstbelag“ in petto, die jede Hausfrau zaubern kann, wenn sich z.B. die Schwiegermutter kurzfristig ankündigt.

Die anschließenden Gaumenfreuden wurden dann wie bei Hofe auch noch von live Tafelmusik begleitet, denn im angrenzenden Foyer der Schule übte das Wachtberger Kammerorchester für seinen nächsten Konzertabend.
In der entspannten Atmosphäre des Abends ergab sich ein angeregter Erfahrungsaustausch über die Aktivitäten des Partnerschaftsvereins sowie über das Leben in französischen und italienischen Gastgeberfamilien, was dafür spricht, dass die Wachtberger Familien sich weiterhin den trilateralen Begegnungsprogrammen des Vereins verbunden fühlen.

Zum Schluss dankte Helga Köhnen, die die organisatorische Betreuung des Kochabends übernommen hatte, der Meisterköchin für ihr nimmermüdes, bewundernswertes ehrenamtliches Engagement. Ein herzliches Dankeschön gilt auch der Heinrich-Genscher-Schule sowie der Gemeinde Wachtberg für die langjährige Gastfreundschaft in ihrer Lehrküche. (Partnerschaftsverein Wachtberg, Heidi Rusnak/Helga Köhnen)