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Nur trainierte Brieftauben als Hochzeitstauben verwenden

Rhein-Sieg-Kreis Rhein-Sieg-Kreis (hei) – Im Mai beginnt die Zeit der Liebe und der Hochzeiten! Für viele Trauzeuginnen und Trauzeugen, Familien, Freunde stellt sich die Frage: Wie dem Hochzeitspaar unvergessliche Stunden schenken und welche Symbole eignen sich als Zeichen unverbrüchlicher Verbundenheit?

Gerne werden nach der Hochzeitszeremonie vor den Augen des glücklichen Brautpaares weiße Tauben in den Himmel entsendet: die Taube als altbekanntes Symbol für Frieden und einen neuen Lebensbund, die Farbe Weiß steht ebenfalls für Reinheit und Neubeginn.

"Das ist ein schönes Zeichen, doch nur, wenn es auch für die Tiere mit Sicherheit und Lebensperspektive einhergeht", darauf weist Dr. Johannes Westarp, Leiter des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes des Rhein-Sieg-Kreises, hin.

Schließlich gibt es "Züchter", die den Namen nicht verdienen, die eigens nur für die Hochzeitssaison weiße Tauben züchten. Diese sind oft Lach- oder Pfauentauben, die mit ihren zusätzlichen Federn an den Füßen oder den fächerartig aufgestellten Schwanzfedern zwar hübsch anzusehen sind. Aber sie sind in gar keiner Weise auf ein Leben in freier Wildbahn vorbereitet. Diese Tiere haben nicht gelernt, sich selbstständig zu orientieren, können schlecht fliegen, und sie können nicht jagen. Das heißt, die Tauben werden nach kurzer Zeit verhungern, von Greifvögeln gefressen oder im Straßenverkehr verenden.

"Bitte kaufen Sie nur von vertrauenswürdigen Züchterinnen und Züchtern weiße Tauben, die schon älter sind und über längere Zeit erfolgreich als Brieftauben trainiert wurden! Diese finden nach ihrem Hochzeitseinsatz wieder in den heimischen Taubenschlag zurück!", appelliert Dr. Johannes Westarp. Oder, so sein Tipp: "Machen Sie dem Brautpaar mit weißen Luftballons eine Freude!"