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Chorweiler Friedensglocke kommt nach Wachtberg

Lokales - Mitteilung aus der Gemeinde Wachtberg-Berkum - Beim traditionellen Gottesdienst am Wachtberger Ehrenmal an Christi Himmelfahrt wird die Chorweiler Friedensglocke gel√§utet. In Zeiten von Unruhe, Gewalt und Krieg will die Glocke Friedensbotschafterin sein und diese Botschaft in die √Ėffentlichkeit tragen. Dass den Wachtbergern der Frieden am Herzen liegt, soll mit dieser Aktion offenbar werden.

Die Katholische Kirchengemeinde Heiliger Johannes XXIII Köln Chorweiler hat 2014, als der Friedenspapst Johannes XXIII heiliggesprochen wurde, ein Friedensfest gefeiert. Als bleibendes Zeichen wurde damals auf dem Pariser Platz in Köln Chorweiler eine Glocke gegossen. In Chorweiler leben über 100 Nationen auf engem Raum. Alle waren aufgerufen, eine Hand voll Erde zum Glockenguss mitzubringen. Mit Hilfe des Glockengießers aus Maria Laach wurde die 77 Kilo schwere Glocke gegossen. Ihre Form wurde in Erde aus über 50 Nationen gehalten. Auf der Glocke sind fünf Kinderhände abgedruckt. Es sind die Hände von Kindern aus den fünf Kontinenten.

Jeden ersten Sonntag im Monat werden die Menschen zum Chorweiler Abendfrieden eingeladen. Menschen aller Nationen, Religionen und Kulturen sind dann zu geistlicher und mitmenschlicher Solidarität aufgerufen und setzen ein Zeichen für den Frieden. Das Läuten der Chorweiler Friedensglocke erinnert daran, dass man an einem Ort leben kann, ohne die eigene Überzeugung aufzugeben. Dieser Abendfrieden wird von einem „Runden Tisch Frieden“ getragen und weiter entwickelt. Ihm gehören neben Privatpersonen derzeit die christlichen, jüdischen und muslimischen Religionsgemeinschaften an.

Aus Chorweiler soll mit der transportablen Friedensglocke ein Zeichen für den Frieden auch an andere Orte getragen werden. Deshalb soll die Friedensglocke auch in Wachtberg angeschlagen werden. Der „Allgemeinen Chorweiler Friedenserklärung“  sollten wir uns auch hier anschließen.

Sie lautet:
„Das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur, Religion und Überzeugungen beginnt vor Ort und daher setzen wir uns hier (im Stadtbezirk Chorweiler) in Wachtberg dafür ein,

  • dass wir uns besser kennenlernen, wir einander zuhören und bereit sind einander zu vertrauen
  • dass die Menschen eine gute Nachbarschaft entwickeln
  • dass wir Gefühle, Meinungen und Sorgen anderer wahrnehmen und achten
  • dass wir an einem Ort friedlich miteinander leben können, ohne die eigene Identität und die eigenen Überzeugungen aufgeben zu müssen
  • dass wir Vielfalt als Gewinn begreifen
  • dass jeder Mensch sicher, würdig und in Freiheit leben kann.“

(K. Zimmermann)