Gemeinde Wachtberg

„Zweipunkt“ und „Siebenpunkt“ rüsten sich für den Winter

Rhein-Sieg-Kreis Rhein-Sieg-Kreis (ps) – Jetzt wo es kühler wird, versuchen sie wieder in großen Massen in die warmen Häuser zu gelangen, um dort zu überwintern und sich zu paaren: die Rede ist vom Asiatischen Marienkäfer (Harmonia axyridis) oder auch Harlekinkäfer.

Gegen sein Eindringen hilft in der Regel ein Fliegengitter. Da der Harlekinkäfer auch ein gefräßiger Geselle ist,  leiden darunter unsere einheimischen Marienkäfer, vor allem der Zweipunkt (Adelia bipunctata), aber auch unser bekanntester, der Siebenpunkt (Coccinella septempunctata). Nicht nur, dass diese Marienkäfer selbst Opfer des nimmersatten Harlekinkäfers werden – ihnen wird auch vermehrt Nahrung wie beispielsweise Blattläuse durch den Harlekinkäfer entzogen.

Das Amt für Natur- und Landschaftsschutz des Rhein-Sieg-Kreises gibt Tipps, wie man mit einfachen Maßnahmen dem einheimischen Marienkäfer helfen kann:

Als Unterschlupf dienen dem Siebenpunkt Laubhaufen oder Grasbüschel im Garten ebenso wie modrige Baumstümpfe oder Spalten in Mauern und Dachböden. Kleine Blätterhaufen und modrige Baumstämme sollen ruhig sich selbst bzw. dem kleinen Käfer überlassen werden, denn diese bieten sich als Winterquartier an. Die einheimischen Marienkäfer können die kalten Winter überleben, da sie von der Natur mit einem  körpereigenen „Frostschutzmittel“ in Form von Glyzerin und verschiedene Zuckerarten ausgestattet worden sind.

Informationen Harlekinkäfer und Marienkäfer:
Seinen Namen verdankt der Harlekinkäfer seiner vielfältig auftretenden Buntheit. Im Gegensatz zu vielen anderen Insekten variiert er in seiner optischen Erscheinungsform: Entweder gar keine oder aber bis zu 19 Punkte können auf gelben, orangen, roten oder schwarzen Flügeldecken erscheinen. Von der Größe entspricht er mit etwa sechs bis acht Millimetern in etwa unserem heimischen Marienkäfer. Der Hauptunterschied liegt in oder besser auf dem Kopfschild: Während unser heimischer Siebenpunkt zum Beispiel ein schwarzes Kopfschild mit kleinen weißen Feldern an der Außenseite aufweist, prangt beim Harlekin ein schwarzes „W“ oder „M“, wobei dieses auch aufgetrennt erscheinen kann oder zusammenläuft. Auf jeden Fall sind die äußeren weißen Felder deutlich größer und beulen das Schild sogar etwas aus.


Weitere Informationen zum Artenschutz erhalten Interessierte auf der Internetseite des Rhein-Sieg-Kreises unter www.rhein-sieg-kreis.de/artenschutztipps oder über das Umwelttelefon der Kreisverwaltung in Siegburg ( 02241-13 22 00).