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Erster Spatenstich zur Ortsumgehung Gimmersdorf

Landrat Sebastian Schuster beim ersten Spatenstich, u.a. mit Bürgermeisterin Renate Offergeld und Ilka von Boeselager, MdL. (Foto: RSK) Rhein-Sieg-Kreis (rl) – Was lange währt, wird endlich gut! So ist es auch bei der Ortsumgehung Gimmersdorf, deren Bauarbeiten Landrat Sebastian Schuster am 05.09.2016 - gemeinsam mit Wachtbergs Bürgermeisterin Renate Offergeld und der Landtagsabgeordneten Ilka von Boeselager - mit dem ersten Spatenstich offiziell in Gang gesetzt hat.

„Mit dem heutigen Spatenstich für den Bau der Ortsumgehung Gimmersdorf wird ein erster großer Schritt für die Entlastung der Ortslage Wachtberg-Gimmersdorf und seiner Bürgerinnen und Bürger getan“, freut sich Landrat Sebastian Schuster.

Bereits vor 40 Jahren gab es erste planerische Überlegungen für eine Entlastung der Ortslage Gimmersdorf. Dass es dann doch immer wieder zu Verzögerungen kam, lag einerseits an veränderten Gesetzeslagen im Hinblick auf Naturschutz und Schutz vor Lärmbelastung, andererseits aber auch an Widerständen von Grundstückseigentümern, die teils sogar in Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss mündeten. Auch die Verhandlungen im Rahmen des Grunderwerbs gestalteten sich als äußerst schwierig und langwierig, da an vielen Stellen Tauschgrundstücke gefunden und Entschädigungsgutachten erstellt werden mussten.

Als erster Schritt wird nun mit dem Bau des Brückenbauwerkes begonnen, das die alte Kreisstraße über die geplante Umgehungstraße führt. Im Anschluss daran wird im Spätherbst 2016 mit dem Bau des Regenwasserversickerbeckens angefangen. Der eigentliche Straßenbau folgt dann im Jahr 2017, so dass mit einer Verkehrsfreigabe Anfang 2018 zu rechnen ist.

Die über 1.800 m lange Umgehungstraße beginnt an der Landesstraße L123, kreuzt unterirdisch im Bereich des Brückenbauwerkes die alte K14, verläuft dann westlich und nördlich der Ortslage Gimmersdorf und schließt am Ende der Baustrecke an die vorhandene Kreisstraße in Richtung Ließem an.

Bei dem Neubau der Ortsumgehung Wachtberg-Gimmersdorf handelt es sich um eine Fördermaßnahme, die grundsätzlich zu 60 % aus Bundesmitteln bezuschusst werden sollte. Auf diese Kofinanzierung kann der Rhein-Sieg-Kreis sich jedoch derzeit noch nicht verlassen, da nunmehr Neubaumaßnahmen aufgrund einer Neuregelung bei der Fördermittelvergabe durch die Landesregierung nicht mehr gefördert werden sollen. Hier steht eine abschließende Sachverhaltsklärung seitens des Landesministeriums noch aus. Bis zur endgültigen Klärung der Förderfähigkeit finanziert der Rhein-Sieg-Kreis die Gesamtmaßnahmen mit ca. 5,1 Millionen € vor.