Gemeinde Wachtberg

8 Tage, 4 Sprachen, 40 Jugendliche

Partnerschaft: Jugendcamp ... Wachtberg-Rallye, u.a. mit Station auf Burg Adendorf. (Foto: W. Ley) Wachtberg - Im Trinationalen Jugendcamp treffen sich Jugendliche aus Wachtberg, La Villedieu du Clain und Bernareggio. „Meine Freundin aus Frankreich ist auch wieder dabei!“, freut sich eine Wachtberger Teilnehmerin bereits beim Vorbereitungstreffen auf die Gäste aus La Villedieu du Clain in Frankreich und Bernareggio in Italien und verkündet so den Erfolg des letztjährigen Camps.

Partnerschaftsverein (Logo)

 

 

 


Seit 11 Jahren tragen die drei Partnergemeinden das in den Sommerferien stattfindeneTrinationale Jugendcamp nun schon abwechselnd aus. In der vierten Ferienwoche gab das Drachenfelser Ländchen zum vierten Mal den Gastgeber und bot den rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zwischen 11 und 14 Jahren auf dem Beachvolleyballplatz hinter dem Berkumer Schulzentrum ein abwechslungsreiches Programm, ausgearbeitet vom Organisationsleiter Winfried Ley. Im Vordergrund des Camps stehen Begegnung, Austausch und die Weitergabe des Partnerschaftsgedankens.

Partnerschaft: Jugendcamp ... Spaß beim Trommel-Workshop. (Foto: W. Ley)Dieser besondere Geist wurde bereits bei Begrüßung der jugendlichen Gäste am Sonntagabend durch die Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, Bernadette Conraths, spürbar: der leckere „Räubertopf“ von Heidi Rusnak gehört beinahe auch schon zur Camptradition und rief bei so manchen langjährig teilnehmenden Kids Erinnerungen hervor. Gleich am nächsten Morgen hatten die drei Nationen Gelegenheit, in ausgiebigen Kennenlern- und Sprachspielen zueinander zu finden. Der anschließende Abend bedeutet für das ebenfalls gemischtsprachige Betreuerteam dann üblicherweise die Stunde der Wahrheit. Es gilt die Faustregel: je schwieriger die Nachtruhe, desto erfolgreicher der erste Tag. Wenn statt schläfriger Stille Geflüster in einer Mischung aus Französisch, Italienisch, Englisch und Deutsch zu vernehmen ist, entsteht diese besondere Campatmosphäre, die auch für die erfahrenen Betreuerinnen und Betreuer einzigartig und Motivation für die teils langjährige Teilnahme ist.

Um dem herausfordernden ersten Tag Action folgen zu lassen, ging es am Dienstag in den Hochseilgarten bei Bad Neuenahr-Ahrweiler. Highlight war sicherlich die große Seilbahn über die Paradieswiese, auf der zu Mittag ein mediterranes Picknick aufgeschlagen wurde.Partnerschaft: Jugendcamp ... Spaß beim T-Shirt-Bemalen. (Foto: W. Ley)

Zurück im Camp begaben sich die neun Wachtberger Jugendlichen an die Vorbereitung des deutschen Abends. Im Camp sollen sich nicht nur die Jugendlichen untereinander kennenlernen, sie sollen sich auch gegenseitig ihre Kultur und ihre Gemeinde vorstellen. Dazu geht natürlich mit nichts besser, als mit Essen und wird meist von einer kleinen Darbietung begleitet. Es gehört zur Tradition, dass das Essen niemals pünktlich fertig ist und die Darbietungen beim Vorbereitungstreffen in der Regel noch bestöhnt werden, im Endeffekt jedoch drei unvergessliche und bezaubernde Abende mit herzhaftem Gelächter bescheren.

Auch die Wachtberg-Rallye am Mittwoch sollte den Gästen unsere kleine Gemeinde näherbringen. Bei strahlender Sonne und mit spannenden Fragen ging es in Richtung Burg Adendorf, wo Baronin von Loe die jungen Gäste in Empfang nahm und einige Tische zur Verfügung stellte, damit auch hier eine Stärkung zu sich genommen werden konnte. Bemerkenswert war an diesem Tag nicht nur, wie beeindruckt sich die jungen Gäste von der Wachtberger Landschaft mit den reifen Kornfeldern zeigten, sondern vor allem, mit welcher Natürlichkeit sich alle (!) Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf einmal und ohne Zutun der Betreuerinnen und Betreuer auf der Burgwiese an ein gemeinsames Spiel gaben.

In einem Ausflug nach Köln mit den drei Pflichtstationen Dom, Currywurst und Schokoladenmuseum konnte am Donnerstag die weitere Heimat der Gastgeber erkundet werden.

Partnerschaft: Jugendcamp ... u.a. mit Zirkus-Workshop. (Foto: W. Ley)Die letzten beiden Tage fanden wieder im Camp statt, wo freitags in Kreativworkshops Tänze eingeübt, auf Trommeln und Bongos Rhythmen und Gesänge aus Mali einstudiert, mit Jonglage, Diabolo & Co. verschiedene Zirkuskunststücke ausprobiert und nicht zuletzt als Erinnerung an das Camp T-Shirts gestaltet werden konnten.

Am Samstag hingegen ging es sportlich zu. Den ganzen Vormittag über konnten sich die Jugendlichen von echten Trainern Tipps im Basketball und Volleyball abholen und sogar Bogenschießen auszuprobieren.


Dann kommt der Moment, ab dem alle spüren, dass sich das Camp dem Ende neigt. Noch einmal werden die Jugendlichen richtig kreativ, um einen bunten Abschlussabend zu gestalten. Es werden Snacks vorbereitet, Theater, Tanz und Zirkusnummern eingeübt. Im Gewusel der Vorbereitungen wird deutlich: dieser Abend gehört den Jugendlichen ganz allein. Die deutschen Kids möchten ihren Familien und den anwesenden Vorstandsmitgliedern zeigen, was sie erlebt haben, neu gewonnene Freunde vorstellen und alle gemeinsam freuen sich auf einen letzten Abend miteinander und eine Menge Spaß. Die Bürgermeisterin, Renate Offergeld, dankte ganz herzlich den Betreuerteams aus Frankreich mit Francois Pain-Beguin, Anais Dulinskie, Charlene Rousseau; aus Italien mit Giulia Crippa, Francesca Galbussera und aus Deutschland mit Sebastian Engels, Anne Engels, Verena Traub, sowie den Sponsoren (DFJW, Rhein-Sieg-Kreis,Banken) und den beteiligten Feuerwehrgruppen für die Bereitstellung der Zelte. Am nächsten Morgen verabschieden sich viele Jugendliche mit dem Versprechen, sich im nächsten Jahr in Italien wieder zu sehen. (Sebastian Engels, Anne Engels, Winfried Ley)