Gemeinde Wachtberg

Mitgliederversammlung des Partnerschaftvereins mit neuem Vorsitz

Partnerschaftsverein: Der neu gewählte Vorstand des Partnerschaftsvereins mit dem scheidenden Vorsitzenden Peter Menke (Mitte), der neuen Vorsitzenden Bernadette Conraths (5. v.l.) und ihrem Stellvertreter Friedrich Oettler (2.v.r.) (Foto: Wolfgang Schulz) Wachtberg (ht/bc)- Das Neue Jahr begann beim Partnerschaftsverein Wachtberg gleich mit einem Neubeginn beim Vorsitz des Vorstandes. Da auch der stellvertretende Vorsitzende Nico Heinrich für diesen Posten nicht mehr kandidieren wollte, wohl aber im Vorstand verbleibt, galt es, die Doppelspitze neu zu wählen.

Peter Menke, der sechs Jahre lang mit großem Engagement, viel Moderations-, Kommunikations- und Sprachkompetenz und vor allem mit viel Humor und Charme den für Wachtberg so wichtigen Partnerschaftsverein geleitet hat, kandidierte aus beruflichen Gründen nicht mehr für den Vorsitz. Auf der Mitgliederversammlung im Köllenhof am Dienstag, 13.1., bedankte sich Bürgermeisterin Renate Offergeld im Namen der Gemeinde und würdigte Menkes großartige Arbeit, wie auch die des ganzen Vorstandes. Dem schlossen sich seine Vorstandskollegen und -kolleginnen von ganzem Herzen an. Ein Blumenstrauß als Dank der Gemeinde wurde Peter Menkes Frau Almut kredenzt, die ihn in all den Jahren sehr tatkräftig unterstützt hat. Peter Menke fasste sich kurz und prägnant: „Es war mir ein Vergnügen!“
Neuwahlen des Vorstandes

Auf Vorschlag des Vorstandes kandidierten Bernadette Conraths aus Niederbachem für den Vorsitz und Friedrich Oettler aus Pech für die Stellvertretung, die einstimmig gewählt wurden. Beide sind in den vergangenen Jahren immer wieder im Partnerschaftsverein aktiv gewesen, häufig als Übersetzer während der Besuche der Partner oder bei den Partnern – sowohl Conraths als auch Oettler sprechen fließend Italienisch und Französisch.
„Europa ist sozusagen in meiner DNA“, stellte sich Bernadette Conraths den Mitgliedern vor. „Mein Vater hat mich von Kindesbeinen an mit auf Reisen durch Europa genommen, als das noch nicht alltäglich war. Seitdem weiß ich, Europa findet da statt, wo die Menschen leben und arbeiten, nicht nur in Brüssel. Und deshalb engagiere ich mich im Partnerschaftsverein, der solch sinnvolle europäische Arbeit leistet, angefangen von den Kindern bis zu den Erwachsenen der befreundeten Gemeinden.“ Sie ist sehr überzeugt, dass dies in den heutigen Zeiten von Krise und Umbruch in Europa wichtiger ist denn je. Conraths studierte in Deutschland, Italien und Brüssel, schrieb zunächst als Journalistin über europäische Integration und politische Kultur insbesondere Südeuropas und arbeitet dann fast zwanzig Jahre von Brüssel aus für europäische Hochschulnetzwerke sowie in der eigenen Beratungsfirma für Führungskräfteentwicklung, gemeinsam mit ihrem amerikanischen Mann. Seit zwölf Jahren Wachtbergerin, ist sie heute freiberuflich nach wie vor international im Bereich Hochschulberatung und Weiterbildung aktiv.
Fritz Oettler sieht den großen Gewinn des Partnerschaftsvereins in den interessanten und schönen menschlichen Begegnungen. „Und das nicht nur bei den Partnern,“ unterstreicht er: “Man lernt so viele nette Leute aus Wachtberg kennen, denen man sonst nicht begegnen würde.“ Oettler hat fünf Jahre Schulzeit in Frosinone/Italien verbracht und lebt seit 25 Jahren mit seiner Familie in Pech, ist selbstständiger Industrievertreter und in der Kommunalpolitik als Ratsmitglied engagiert.

Rückschau auf 2014
Die zahlreichen Aktivitäten des Vereins im vergangenen Jahr sowohl innerhalb der Gemeinde als auch mit den Partnern wurden in einer Fotoshow gezeigt: Besuch der Erwachsenen in Frankreich zum 35-jährigen Bestehen der Partnerschaft mit La Villediieu, das so beliebte Jugendcamp, auch in Frankreich, und im Herbst die Fahrt der Grundschüler mit ihren Eltern nach Italien. Feste Termine im Vereinslaben vor Ort waren die Kochabende, das Bouleturnier und die Mitgliederfahrt im Herbst, die letztes Jahr nach Mayen führte.

Aktivitäten 2015
In diesem Jahr steht als erstes die Begegnung der Grundschüler mit ihren Eltern und Lehrerinnen vom 25. bis 28. April in Wachtberg an. Wachtberger Familien mit Kindern im Grundschulalter, die Gäste aus Frankreich oder Italien aufnehmen möchten, sollten sich mit Martina Linten in Verbindung setzen (martinalinten@aol.com).
Das Jugendcamp wird in diesem Jahr auch in Wachtberg stattfinden. 12-14-jährige Jugendliche aus Italien und Frankreich werden zusammen mit Wachtberger Jugendlichen vom 19.7. bis 26.7.2015 eine gemeinsame Woche mit vielen Aktivitäten verbringen. Interessierte Jugendliche können sich bei Winfried Ley (w.ley@t-online.de) melden.
Vom 11.9. bis 14.9.2015 findet eine Fahrt Erwachsener zum Stadtfest nach Bernareggio statt. Auch dazu nimmt Marlies Schmitz schon Anmeldungen entgegen (marlies.schmitz@wachtberg.de), ebenso wie für die Kochabende: Französischer Kochabend am 18.6.2015 um 17.30 Uhr, italienische Kochabende am 28. und 29.9. jeweils um 18 Uhr im Schulzentrum Berkum.
Das Bouleturnier wird am 1.8.2015 in Niederbachem stattfinden. Anmeldungen nimmt Winfried Ley entgegen.
Ein Termin für die Mitgliederfahrt im Herbst wird zeitnah bekannt gegeben.

Je suis charlie
Partnerschaftsverein: Die Mitglieder des Partnerschaftsvereins zeigen Solidarität mit den französischen Freunden (Foto: Wolfgang Schulz)Noch ganz unter dem Eindruck der terroristischen Anschläge in Paris war es den Mitgliedern des Partnerschaftsvereins ein Anliegen, ihre Solidarität mit den französischen Freunden zu bekunden und ein Zeichen gegen Gewalt und Terrorismus und für Pressefreiheit zu setzen. Die Teilnehmer versammelten sich zu einem Foto und zeigten die zum Symbol der Bewegung gewordenen Schilder „ Je suis Charlie“. Das Foto wurde nach Frankreich übermittelt.
Joseph Delhommois, der Präsident des französischen Partnerschaftvereins antwortete: « Merci pour ce message et ces marques de solidarité chaleureuse. Concernant cette agression contre Charlie Hebdo, elle a été dirigée contre la liberté, contre la démocratie et contre toute personne qui partage ces valeurs. » (« Danke für diese Botschaft und die herzlichen Zeichen der Solidarität. Die Aggression gegen Charlie Hebdo war gerichtet gegen die Freiheit, gegen die Demokratie und gegen jeden, der diese Werte teilt. »).