Gemeinde Wachtberg

Voll den Blues - Voll gut, die Jugendbühne Wachtberg präsentierte ihr neues Stück

Jugendbühne Wachtberg: Sina hat sich in Blues verliebt. (Foto: GW) Wachtberg-Villip – Im letzten Jahr feierte die Jugendbühne Wachtberg, eine Initiative der Studiobühne Wachtberg, Premiere.
Im Rahmen der Kulturwochen traten die Nachwuchsschauspieler nun zum zweiten Mal vor’s Publikum.

 

 

Kulturwochen 2010 (großes Banner)

 

 

Das Villiper Jugendhaus fungierte dabei als Bühne. In Dirk Salzbrunns Stück „Voll den Blues“ spielt sich alles in einem Partykeller ab. Das Equipment des Jugendtreffs war ideal, und so brauchten die jungen Darsteller keine Bühne sondern nutzten den ganzen Raum für ihre Aufführung. Die Zuschauer gruppierten sich locker um das Theatergeschehen herum.

Mit dem Stück „Voll den Blues“ greift die Jugendbühne das Thema Drogen unter Jugendlichen auf. Die etwas schüchterne Sina verliebt sich in Blues, der erst vor kurzer Zeit mit seinen Eltern aus der Stadt in den kleinen Ort gezogen ist. Der Neue wird zur Bewährungsprobe für Sinas Freundesclique, stößt er doch mit seiner großspurigen Art nicht bei allen auf Sympathie. Sina kommt schon bald hinter sein Geheimnis. Blues hat Probleme mit seinen Eltern und schluckt Ecstasypillen. Die Freunde reagieren unterschiedlich auf diese Feststellung. Sina möchte ihrem Freund helfen; der Großteil der anderen interessiert sich für die Nöte des angeberischen Neuen wenig. Handfeste Auseinandersetzungen und die Drohung von einigen, ihn bei der Polizei anzuzeigen, lassen die Situation eskalieren. Letztendlich zeigt ihn sein Vater an. Als Blues nach sechs Monaten Jugendvollzug zurückkehrt, blickt Sina optimistisch in die Zukunft. Sie wähnt Blues von den Drogen befreit, aber er sucht den Kick bei härteren Drogen … und bricht schließlich zusammen.


Die jungen Schauspieler meisterten dieses anspruchsvolle Stück mit Bravour.

Jugendbühne Wachtberg: Die Akteure von „Voll den Blues“. (Foto: GW)

Elena Krämer
überzeugte als schüchterne Sina, Andreas Wosnitza als Drogen nehmender Blues.
Ebenso stimmig waren die Rollen der Freundesclique besetzt. Annika Heinrich und Luisa Kleinen verkörperten Sinas Freundinnen, Yannick Habeth, Henning Friedrich, Christoph Ehlert und Justus Bialas die Jungen der Clique.
 


Andreas Ollhoff
hat die Musik zum Stück geschrieben und aufgenommen, gesungen wurden die Lieder von Anna Kleinen und Justus Bialas.

Regie führte Petra Karrenbauer von der Studiobühne Wachtberg, die auch die Stimme aus dem Off von Sinas Mutter war. Ein halbes Jahr lang habe sich die Gruppe einmal in der Woche zu Proben getroffen, erzählte sie, vorerst seien nur die zwei Vorstellungen im Jugendhaus geplant, das Ensemble würde sich über weitere Aufführungsanfragen aber freuen.  Internet: www.jugendbuehne-wachtberg.de . (GW)