Gemeinde Wachtberg

Abgebrüht und Ausgekocht - Gauner, Schurken und Halunken mit der Studiobühne

Studiobühne Wachtberg: „Abgebrüht und ausgekocht“ zeigte sich die Studiobühne mit ihren Darbietungen im Rahmen der diesjährigen Wachtberger Kulturwochen. (Foto: GW) Wachtberg-Villip – Gar nicht märchenhaft, wie sonst von der Studiobühne gewöhnt, ging es an dem Abend in der alten Villiper Gärtnerei zu. Die Wachtberger Theatertruppe hatte sich im Rahmen der Wachtberger Kulturwoche zur Abwechslung mal allerlei Schlitzohriges ausgesucht.

 

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„Hart ist unser Leben“, mit diesem Lied stimmte das Ensemble die Gäste auf das Thema des Abends ein. Leichte Kost, das wurde Jedem schnell klar, stand dieses Mal nicht auf dem Programm. Spätestens mit dem dritten Stück, einem schwäbischen Volksmärchen mit dem appetitlichen Titel “Die Metzelsuppe“, tauchten die ersten Gauner, Schurken und Halunken auf. Die österreichische „Moritat vom Frauenmörder Wurm“ dürfte in so mancher Zuhörerin Angst vor dem Heimweg geweckt haben.
Aber auch in der klassischen Literatur war die Studiobühne fündig geworden. Carl Zuckmayers „Schinderhanneslied“ und Christian Morgensterns „Galgenbruders Lied an Sophie“ waren ebenso grauenhaft schön wie die Kurzgeschichte „Der Teppich“ des zeitgenössischen Autors Frank Schätzing.
Die Geschichte über "Die dümmsten Gauner" erheiterte, schauerlich prickelnd wurde es dagegen wieder beim „Grablied auf eine Giftmischerin“ aus dem 19. Jahrhundert.
„Mord oder Selbstmord“ erzählte von den Irrwegen bei der Aufklärung eines Todesfalles, der sich schließlich als Folge einer unglaublichen Verkettung unglücklicher Umstände herausstellte.
Sehr zur Erheiterung des Publikums trug auch der „E-Mail-Irrläufer“ bei, in der ein in den Urlaub voraus gereister Ehemann seiner Ehefrau von seiner Ankunft im sonnigen Süden berichtet. Durch einen Tippfehler an eine Dame gesendet, die erst kürzlich Witwe geworden war, führte die Nachricht, dass er gut angekommen sei und sie am nächsten Tag erwarte, nicht ohne noch anzufügen, dass es ziemlich heiß sei, zum plötzlichen Tod der Empfängerin.
Auch ein Verbrecherleben ist nicht immer leicht, wusste Margret Wille, die durch den Abend führte, gegen Ende der Vorführung zu berichten, was die Story „Der Erpresser“ nur zu deutlich machte.
Mit dem Lied „Wenn brave Bürger schlafen gehen“ verabschiedeten die Schauspielerinnen und Schauspieler der Studiobühne ihre Gäste in die bereits angebrochene Nacht.
Internet: www.studiobuehne-wachtberg.de  (GW)