Gemeinde Wachtberg

Gudrun Rosenberg: Kunst und Kultur im Garten

Rosenberg: Die ausstellenden Künstlerinnen und Künstler in Rosenbergs Kulturgarten. (Foto: GW) Wachtberg-Gimmersdorf – Die Wachtberger Kulturwochen und Gudrun Rosenberg … das sind eine an Kunst interessierte Gastgeberin, ein schöner Garten in Gimmersdorf, viele befreundete Künstlerinnen und Künstler und Gäste, die – einmal dort gewesen – sich schon auf’s nächste Mal freuen. Auch zu den diesjährigen Wachtberger Kulturwochen hatte Rosenberg wieder ein abwechslungsreiches Kunst- und Kulturprogramm zusammengestellt.

 

Kulturwochen 2010 (großes Banner)

 

 

Hans-Jürgen Döring, Vorsitzender des Kulturfördervereins „Kunst und Kultur in Wachtberg“, eröffnete die Ausstellung und bezeichnete Rosenbergs Kulturgarten als einen festen Termin in den Kulturwochen. Von Anfang an sei sie mit dabei. Die bei ihr ausstellenden Künstlerinnen und Künstler übten sehr unterschiedliche Tätigkeiten aus – vom Beamten, Banker über Kameramann bis hin zur Hausfrau, zählte Döring auf. Aber, fuhr er fort, viele berühmte Künstler hätten anfangs alltägliche Berufe gehabt.

 

Rosenberg: Kirsten Arians. (Foto: GW)


 

Kirsten Arians malt seit rund zehn Jahren Tierporträts in Pastellkreide – meist Hunde und Pferde. Sie fertige Fotos von ihren vierbeinigen Modellen an, nach denen sie dann arbeite, erzählte sie. Auf einem besonders hübschen Porträt waren zwei Möpse zu sehen.

 Rosenberg: Hildegard Auen-Kühlwetter. (Foto: GW)

 

Hildegard Auen-Kühlwetter zeigte neben Aquarellen auch abstrakte Acrylmalereien. Eine Reise ins Baltikum gab die Inspiration, sagte Auen-Kühlwetter. Seitdem sei sie zunehmend von der gegenständlichen Darstellung abgerückt und habe ihren Impressionen und Eindrücken nur noch mit Farbe Ausdruck verliehen. Zu jedem dieser Bilder, erklärte sie, gehöre zudem ein vor ihr verfasstes Gedicht.


Rosenberg: Ulrike Brücken (li.) begeisterte so manche Besucherin mit ihrem Glasperlenschmuck. (Foto: GW)

 

Ulrike Brücken begeisterte auch in diesem Jahr wieder mit neuen Schmuckkreationen aus kleinen Glasperlen. Neu waren Ketten mit Swarowski- und Halbedelsteinen sowie filigrane Anhänger in Form von kleinen Seesternen.

Rosenberg: Anne-Rose Kontetzki. (Foto: GW)


 
Anne-Rose Kontetzki präsentierte u. a. neue Tonköpfe. Sie zeichneten sich durch mehrere Gesichter aus, zuweilen gepaart mit dem Antlitz einer Eule.
 

Rosenberg: Ortrun Lohse. (Foto: GW)


Ortrun Lohse
hatte sich für diese Ausstellung, wie sie sagte, für Blau entschieden. Ihre abstrakten Bilder waren durchweg in leuchtenden Blautönen gehalten, spielten mit Licht und Schatten und, das war neu, ließen vereinzelt auch Gegenständliches erkennen wie eine Treppe oder einen Schirm.Rosenberg: Jochen Müller. (Foto: GW)

 

Jochen Müller, bekannt durch seine Landschaftsbilder in Mischtechnik, widmet sich daneben neuerdings auch der Radierung. So zeigte er u. a. die Radierung eines Olivenbaums in verschiedenen Farbvariationen.

Rosenberg: Helga Nitsche. (Foto: GW)

 

 


Helga Nitsche
war in dieser Kulturwoche mit ihrem Schmuck das erste Mal mit dabei. Sie wende verschiedene Fädeltechniken an, so Nitsche, neben der normalen glatten auch die Häkel- und die türkische Technik. Auch Glasobjekte im Tiffany-Look und so genannte Fusing-Arbeiten stellte sie vor, bei denen die Muster durch das Auflegen und Schmelzen von farbigen Glasplatten entstehen.

Rosenberg: Heiner Pilger. (Foto: GW)


 

Heiner Pilger brachte neben seinen Wachtberg-Aquarellen ein Rätsel mit. Anhand von fünf Bildern mit dem gleichen Motiv, einem alten Rheinarm am Niederrhein, jedoch mit unterschiedlichen Materialien gefertigt sollten die Betrachter die jeweils verwendete Technik bestimmen.
 

Rosenberg: Norbert Schüffelgen. (Foto: GW)

 

Norbert Schüffelgen setzte sich in seinen ausgestellten, teils großformatigen Ölbildern mit verschiedenen gesellschaftspolitischen Themen kritisch auseinander, zum Beispiel mit der Erderwärmung.
 

Rosenberg: Gerlinde Waering. (Foto: GW)

Gerlinde Waering
s Tuschezeichnungen leben von der Reduzierung. „Es ist der Augenblick, der mich interessiert“, sagte Waering und räumte ein, dass es viel Übung brauche, bis es leicht und wenig aussieht. Neu waren bei ihr in diesem Jahr kolorierte Tuschearbeiten.

 

Rosenberg: Die Gastgeberin Gudrun Rosenberg präsentierte Tier-Akte. (Foto: GW)


Die Gastgeberin, Gudrun Rosenberg, stellte Plastiken und Skulpturen aus. Besonders schön waren ihre Tier-Akte, kleine Aktfiguren mit Tierköpfen. Es sei gar nicht so einfach gewesen, erzählte Rosenberg, den eigentlich menschlichen Körpern eine zum Tierkopf passende Form zu geben. Neben einem kleinen Widder waren eine Stute, ein Stier, eine Ente und eine Katze als Tier-Akt zu sehen. Letztere, die Katze, darf bei Rosenberg nicht fehlen, ist das doch eines ihrer Lieblingsmotive.

 

Gewohnt bunt war auch wieder das Rahmenprogramm.

Rosenberg: Watchhill Stompers. (Foto: GW)Rosenberg: Daniel Wohlfeil. (Foto: GW)Musikalisch unterhielten am Samstag erst der angehende Musikstudent Daniel Wohlfeil mit eigenen Kompositionen, Balladen und Rock-Klassikern auf der Akustikgitarre und nachmittags die Band „Watchhill Stompers“ mit Jazz-Evergreens das Publikum.
 

Rosenberg: Nils Klavins. (Foto: Privat)Am Sonntag sorgte das Ensemble der Studiobühne Wachtberg mit dem Sketch „Bankraub“ sowie zwei Solo-Auftritten für Lacher bei den Besuchern. Andreas Felden überzeugte in der Rolle eines politisch interessierten Taxifahrers, ebenso Claudia Thiesen mit ihrer Persiflage auf den Wahnsinn von Schönheitsoperationen.

Rosenberg: Nico Heinrich (Foto: Privat)



Auch die Musik kam nicht zu kurz. Der junge Nils Klavins unterhielt die Gäste am Klavier mit Klassik und Pop.
Am Nachmittag gab es noch eine besondere Darbietung. Nico Heinrich, Tenor und Preisträger bei „Jugend musiziert“, gab u. a. Schuberts Lied über die Forelle zum Besten – natürlich am Teich.


Spätestens da hatte sich auch diese Ecke in Gudrun Rosenbergs Garten zum Kultur-Garten gewandelt. (GW)

 

Rosenberg: Blick in Gudrun Rosenbergs Kulturgarten. (Foto: GW)