Gemeinde Wachtberg

Elysion – Ort der Ankunft

Michael Franke: Ein Blick in die großen Galerieräume. (Foto: Privat) Wachtberg-Gimmersdorf – In sein offenes Atelier hat der freischaffende Künstler Michael Franke während der zweiwöchigen 4. Wachtberger Kulturwochen eingeladen. Der erst 2008 nach Wachtberg gezogene Maler präsentiert seine Werke damit erstmals auch einer breiten Öffentlichkeit vor Ort.

 

Kulturwochen 2010 (großes Banner)

 

 


Frankes Lebenslauf liest sich wie ein Reisebericht. Geboren in Bonn, Schuljahre in Belgien, Studium in Bonn, Aufenthalte und Ateliers u. a. in Rom, London, Palermo, Paris … und seit zwei Jahren in Wachtberg. Einzelausstellungen u. a. in Paris, Sankt Petersburg, Rom und Athen.

Michael Franke: Kukiwa-Vorsitzender Hans-Jürgen Döring (li.) eröffnete die Ausstellung des Gimmersdorfer Künstlers Michael Franke (re.). (Foto: Privat)


Hans-Jürgen Döring
, Vorsitzender des Vereins Kunst und Kultur in Wachtberg, eröffnete am ersten Samstag der Kulturwochen vor zahlreichen Gästen die Ausstellung in Frankes Hofanlage. Döring bezog den Titel der Ausstellung „Elysion“ - Ort der Ankunft, nicht allein auf Frankes Ölbilder, sondern er deutete damit auch die Hoffnung an, dass Michael Franke mit seiner Familie in Gimmersdorf nun ebenfalls an einem Ort angekommen sei, wo er Wurzeln schlagen könne.

Michael Franke betonte, dass diese Ausstellungseröffnung für ihn tatsächlich ein wichtiger Tag sei. „Das Lokale hat eine ebenso große Bedeutung wie das Internationale“, führte er weiter aus, bedeute dies doch auch für ihn seit nunmehr zwei Jahren ein Angekommensein.

Mit Elysion sei ein Ort des Paradieses, eine Insel im fernen Westen gemeint, wo sich Götter und Helden finden, so Franke, ein Mythos. Aber auch Licht und positive Energien verbindet er mit dem Begriff. Licht, die Kräfte der Natur … diese Ursprungskräfte sind es, die er versucht in seinen Bildern umzusetzen und lebendig werden zu lassen. Er braucht den unmittelbaren Kontakt zur Natur, zum Wasser und zu den Dünen. Den findet er in seinem Atelier an der holländischen Küste. „Wichtig ist, dass man sich treu bleibt als Künstler“, sagt Franke, und dass man ernst nehme, was einen emotional berühre. So ist jeder Sonnenaufgang für ihn ewig neu, aus Altem wird Lebendiges … und das zeigt sich besonders in seinen großformatigen, mehrteiligen Werken. Insgesamt sind fast hundert Bilder zu sehen. Immer ist es das Licht, das er einfängt und damit den Betrachter fesselt. Die Naturgewalten werden spürbar, kraftvoll setzt er Farbe sowie Licht und Schatten ein.

Michael Franke: Zur Vernissage spielte das Quintett „Mel d’Oro“. (Foto: Privat)
Anlässlich der Vernissage begeisterte das Mel d’Oro Quintett um Elisa Wittbrodt (Geige), Eleni Wittbrodt (Bratsche), Robert Wittbrodt (Gitarre), Max Emil Schön (Mandoline und Gitarre) und Dominic Neumann (Kontrabass) die Ausstellungsbesucher mit Klezmer-Musik in seiner ursprünglichen Form. Die vorgetragenen Arrangements aus den 1910er bis 1930er Jahren kommen ganz ohne die für Klezmer-Musik sonst so typische Klarinette aus. Michael Franke: Im Rahmen der „Elysion“-Ausstellung gab das Rheinische Barocktrio ein Konzert. (Foto: Privat)
 

Am zweiten Wochenende der Kulturwoche steht im Rahmen der „Elysion“-Ausstellung ein Konzert des Rheinischen Barocktrios auf dem Rahmenprogramm. Das Ensemble in der Besetzung mit Herbert Vennemann (Cembalo), Manfred Leverkus (Violine) und Volker Mettig (Violoncello) spielt seltene Literatur des 17. und 18. Jahrhunderts.

Weitere Infos zu Michael Franke im Internet unter www.frankemichael.de . (GW)