Flying Dragons bei der Deutschen Meisterschaft

Flying Dragons – die Hunde des Hundesportclubs „Dogpoint Bonn-Rhein-Sieg“ aus Werthhoven gaben ihr Bestes. (Foto: Privat) Wachtberg / Hungen - Vom 18. bis 19. September 2010 fand in Hungen in Hessen zum zweiten Mal die Deutsche Meisterschaft der neuen Hundesportart „Flyball“ statt. Die Mannschaft „Flying Dragons“ des Hundesportclubs „Dogpoint Bonn-Rhein-Sieg“ aus Werthhoven hatte sich in vorangegangenen Wettkämpfen auf Länderebene zu dieser Meisterschaft auf Bundesebene vorbereitet. Auch gelang es dem Trainer-Duo Donata und Peter Schmoldt ein zweites Team, die „Flying Dragons Reloaded“, ebenfalls für die Deutschen Meisterschaften zu etablieren.


So war es, dass am Freitag, den 17.09.2010 zwei Teams mit jeweils sechs Hunden und den dazugehörigen Zweibeinern und Helfern sich auf den Weg in den zweihundert Kilometer entfernten Ort bei Gießen machten. Obwohl einige Mitglieder der Teams erkältungsgeschwächt und teilweise angeschlagen anreisten, waren die Hauptakteure, die Hunde topfit und frohen Mutes, das Drachenfelser Ländchen fernab der Heimat würdig zu vertreten.

Gestartet wurde in unterschiedlichen Divisionen, die abhängig vom Leistungsbild, durch den Veranstalter eingeteilt wurden. Nur so sind spannende Wettläufe zwischen den einzelnen Mannschaften möglich. Jede Division hat eine Zeitvorgabe, die nicht unterlaufen werden darf, um zu verhindern, dass bessere Teams sich in einer langsameren Division anmelden und somit von vornherein einen Vorteil mitbringen. Unterläuft eine Mannschaft zu oft (dreimal) die Vorgabezeit wird diese Mannschaftszeit nicht gewertet.

Die Flying Dragons setzten sich aus den Hunden Happy, Clooney, Lotte, Jule, Elly und Cash zusammen. Die Flying Dragons Reloaded, die Neulinge im Wettkampfgeschehen, waren Barney, Kira, Amy, Knut, Freeman und Shiva.

Die Hunderennen, die vergleichbar mit Staffelläufen sind, fanden an zwei Wettkampftagen statt. Es starten vier Hunde, die über Hürden zu einer Ballauswurfmaschine eilen, den Ball aufnehmen, kehrtmachen, erneut über die Hürden jagen, um den Ball dann über das Ziel zu tragen. Dann folgen weitere Hunde bis der Staffellauf beendet ist.

Die erste Mannschaft der Flying Dragons war entweder zu gut trainiert worden oder auch zu motiviert, so dass ihnen genau das passierte, was sich keine Mannschaft wünscht: Sie liefen zu schnell für ihre Division und die Zeiten wurden neutralisiert. Die Neulinge, die Flying Dragons Reloaded, hingegen, liefen für ihren Leistungsstand Fabelzeiten und durchbrachen die Schallmauer der Vorgabezeit glücklicherweise nur einmal, so dass dieses junge Team zum ersten Mal in einem Finale stand und das dann auch noch in der siebten Division, bei einer Deutschen Meisterschaft. Die Hunde liefen, sprangen und zischten aneinander vorbei, aber zu guter Letzt reichte es „nur“ für den zweiten Platz. Somit sind die „Flying Dragons Reloaded“, die Neulinge, Vize-Deutscher Meister 2010, in der siebten Division, der Hundesportart Flyball.

Diese Leistung verdient Respekt und Anerkennung und selbstverständlich eine Gratulation, die mit stehenden Ovationen zu vergleichen ist. Dem ersten Team, das leider vorschnell seinen sicher geglaubten Platz entsprechend den Regularien für andere räumen musste, verbleiben nur noch tröstende Worte des Trainer Duos und die Zuversicht im nächsten Jahr zu triumphieren. Herzlichen Glückwunsch an alle und ein Dank an die Wachtberger, die einmal mehr gezeigt haben, das die Bewohner des Drachenfelser Ländchens (Mensch und Hund) bis zum Schluss die Hoffnung nicht aufgeben und sich zu Höchstleistungen motivieren können. (Flying Dragons Werthh., Zoltan Graves)