NRW-Gesundheitsminister Laumann informierte über Hausarzt-Aktionsprogramm

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann informierte über das Wachtberg – Zu einer Dialogveranstaltung hatte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann am 17. März Ärzte und interessierte Bürgerinnen und Bürger aus dem Regierungsbezirk Köln ins Schulzentrum in Wachtberg-Berkum eingeladen. Persönlich informierte er über das „Aktionsprogramm zur Stärkung der hausärztlichen Medizin und Versorgung in Nordrhein-Westfalen“, um anschließend im Dialog mit den zahlreich erschienenen Anwesenden die Thematik näher zu erörtern.


„Mein Ziel ist es, die hausärztliche wohnortnahe Versorgung für Jedermann in Nordrhein-Westfalen zu erhalten – deswegen stellen wir auch in diesem Jahr insgesamt 1,5 Millionen Euro zur Verfügung, mit denen wir die Niederlassung und Weiterbildung von Ärzten auf dem Land fördern“, sagte Laumann zu Beginn der Veranstaltung. Die Landesregierung hatte im vergangenen Jahr ein Programm gestartet, mit dem Hausärzte, die sich in ländlichen Gebieten niederlassen wollen, eine finanzielle Landesförderung von bis zu 50.000 Euro beantragen können. Seit Beginn der Förderung im vergangenen November konnten bereits Ärzte finanziell unterstützt werden, die zu einer Niederlassung auf dem Land bereit waren. „Das Förderprogramm zeigt Wirkung“, zog Laumann eine positive erste Bilanz.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann in Wachtberg: Bürgermeister Theo Hüffel begrüßte die Teilnehmer der Podiumsdiskussion. (Foto: GW)

Noch gebe es in den kleineren Städten und Gemeinden der Region ausreichend Hausärzte, um die Versorgung der Bevölkerung flächendeckend zu sichern, betonte der Minister, jedoch zeichne sich ab, dass es in einzelnen Regionen des Landes in einigen Jahren zu spürbaren Engpässen kommen könne. Auch Wachtberg könne vom neuen Landesprogramm profitieren.


Eine Liste der in Frage kommenden Städte und Gemeinden sei auf den aktuellen Stand gesetzt, so Laumann, damit jene Kommunen erreicht werden können, in denen in den kommenden Jahren mit dem größten Bedarf an hausärztlichem Nachwuchs zu rechnen sei.

Grundsätzlich werden nur Kommunen gefördert, in denen maximal 25.000 Einwohner leben und der Versorgungsgrad mit Ärzten unter 60 Jahren weniger als 75 Prozent beträgt. Bis zu 50.000 Euro Unterstützung können Mediziner erhalten, die sich in einer Kleinstadt oder Gemeinde niederlassen, in der die Gefährdung der hausärztlichen Versorgung droht – laut aktueller Liste trifft dies u. a. auf Wachtberg zu. Die Gründung oder Übernahme einer Zweigpraxis in einer solchen Gemeinde fördert das Land NRW mit bis zu 10.000 Euro – laut aktueller Liste auch in Wachtberg. Bis zu 25.000 Euro Förderung können Ärzte bei einer Niederlassung in einer Kommune erhalten, in der die hausärztliche Versorgung auf mittlere Sicht gefährdet erscheint.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (re.) mit MdL Ilka von Boeselager und Bürgermeister Theo Hüffel. (Foto: GW)


Weitere Infos zum Programm, Förderrichtlinien, Antragsformulare und die Liste der förderungsfähigen Gemeinden sind im Internet unter www.hausarzt.nrw.de abrufbar. (GW)