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Emma: Winter ade
Winter ade, Abschied tut weh! „Ob der Winter wirklich vorüber ist?“ fragt sich Emma. Aber der Abschied tut ihr nicht besonders weh!
Immer wieder hatten in den letzten Jahren viele Menschen geklagt: „Hätten wir doch endlich einmal einen richtigen Winter!“ Jetzt hatten wir einen wunderschönen, richtigen Winter und wieder klagten viele Menschen: „Wann hat das Schneeschippen endlich ein Ende? Jetzt reicht es uns aber mit dem Winter!“ So oder so, es ist ja bekannt, dass man es nicht allen Recht machen kann; und das Wetter sowieso nicht!
Emma wollte sich jedenfalls an den ersten wärmenden Sonnenstrahlen des sich vorsichtig nahenden Frühlings erfreuen, und zwar mit einem ausgedehnten Spaziergang. Die Kraniche waren vor Tagen wieder in den Norden gezogen, was für sie immer ein eindeutiges und ersehntes Zeichen des nahenden Frühlings bedeutet. Im Garten zeigten sich die ersten gelben Krokusse, Schneeglöckchen schon lange. Fast duftete es schon nach Frühling! Da muss man einfach raus! Also ein Tag zum Genießen!
Trotz der Sonne musste sich Emma warm anziehen, denn der Wind war noch recht kalt, besonders oben auf der Höhe zwischen Pech und Villiprott. Im Wald war es geschützter. Dafür fehlte aber dort die Sonne! Nach der Runde durch den Wald freute sie sich auf die Sonnenstrahlen auf dem freien Feld. In ihrem Kopf schwirrten die ersten Frühlingslieder: „Komm lieber Mai und mache...„ (das war wohl noch zu früh), aber: „Alle Vögel sind schon da...“.Ja, das kunterbunte Zwitschern klang wie ein munteres Liebeslied! Herrlich dieser Tag!
Bei all ihren positiven Gedanken achtete Emma zu wenig auf ihren Weg. Der Boden unter ihren Füßen war endlich aufgetaut; dafür war er jetzt matschig und glitschig; der geschmolzene Schnee und der Regen der vergangenen Tage hatten ganze Arbeit geleistet. Sie rutschte; doch es ging gut; sie war nicht in den Dreck gefallen! Die Schuhe und die Hosenbeine sahen zwar ziemlich verdreckt aus: Aber was soll`s! Damit musste sie rechnen! Um aber einem Sturz auszuweichen, wählte Emma nun den Seitenstreifen. Der weiche Teppich aus blassgrünem Gras tat ihren Füßen gut.
Doch jetzt begann ein „Slalomlauf“. Unversehens entglitt auch hier ihr Fuß. Hundeschei...! Die fröhlichen Gedanken an den Frühling waren wie weggewischt. Es ging nur noch darum, dem Hundekot auszuweichen! Keine drei Schritte konnte sie tun, ohne im Zickzack die Haufen zu umgehen! Ist das eigentlich normal? Ihre Laune wurde schlechter und schlechter. Schade! So gerne hätte sie ihre gute Laune an andere Menschen weiter gegeben! Stattdessen starrte sie nur auf den Boden, und die wüstesten Gedanken gingen ihr durch den Kopf: „Was denken sich die Hundebesitzer eigentlich? Können sie den Kot ihres Lieblings nicht in einem kleinen Plastikbeutel mit nach Hause in die Mülltonne nehmen? Sollen etwa die Mitbürger auf solche Art am Hundeleben partizipieren? Emma liebt Tiere, vor allem in der Natur! „Aber muss man auf diese Weise andere Mitmenschen aus Faulheit oder Ignoranz (beides ist nicht zu akzeptieren!) ärgern?“ fragt Emma. (C.v.D.)
Letzte Änderung: 12. März 2010 - © 2010 Gemeinde Wachtberg