Emma: Hoffnung

Lokales - Mitteilung aus der Gemeinde „Wir hoffen immer, und in allen Dingen ist besser hoffen als verzweifeln“, so spricht Johann Wolfgang von Goethe in „Torquato Tasso“. Emma hat heute Lust, ein bisschen über die Hoffnung zu philosophieren: Hoffnung wächst dort, wo ein positiver Ausgang immer unwahrscheinlicher scheint.


Trotz der täglichen Schreckensnachrichten, die zu Existenzsorgen- und Zukunftsängsten führen, darf niemand den Mut verlieren, die positiven Aktivitäten erlahmen lassen und ein pessimistisches Denken zulassen! Nicht verzweifeln sondern hoffen! Denn wer hofft, fühlt sich beflügelt und gestärkt. Schon in dem Wunsch, dass sich etwas ändern könnte, verbirgt sich ein Erleben von Kraft, Mut, Vertrauen und sogar Vorfreude auf ein positives Ende. In einer gefühlten Hoffnungslosigkeit ist es ratsam, um Hilfe zu bitten und sich anderen Menschen anzuvertrauen, die einem im Notfall zur Seite stehen. Miteinander Krisen bewältigen, aber auch Freude und Erfolg erleben schafft ein großes Urvertrauen. Wenn man bei anderen Menschen erkennt, dass sie auch etwas geschafft und einen Ausweg gefunden haben, motiviert das, auch erfolgreich und positiv zu denken und zu handeln. Vertrauensvolle, zwischenmenschliche Bindungen sind dabei wichtig, denn soziale Kontakte sind ein bejahendes Hilfsmittel für die Hoffnung.
Wie sieht es eigentlich mit Ihren Silvester-Vorsätzen aus? Haben Sie noch die Hoffnung, bis zum Ende durchzuhalten? Wenn Sie es bis jetzt geschafft haben, dann ist doch schon der erste kleine Schritt zum Ziel getan. Und jetzt weiter gehen Schritt für Schritt, Monat für Monat! Ihr soziales Umfeld wird Ihnen sicher dabei zur Seite stehen. Auch müssen Sie sehr fest an die Erreichbarkeit Ihres Vorsatzes glauben und vor allem nicht das tun, was andere von Ihnen erwarten; denn sonst werden Sie sicher irgendwann den Mut verlieren und aufgeben.
Wenn dieser Traum leider doch einmal zu Ende gegangen und der Vorsatz gescheitert ist, bleibt immer noch die Hoffnung bestehen, `irgendwann schaffe ich es, ganz bestimmt´! Dieses Gefühl hilft, die leidvolle Erfahrung konstruktiv und zuversichtlich zu verarbeiten. Vielleicht trägt ja auch jetzt die Fastenzeit dazu bei, durch Verzicht seinem Ziel näher zu kommen.

“Was wäre das Leben ohne Hoffnung? Es lebte nichts, wenn es nicht hoffte.“ Friedrich Hölderlin. Das glaubt Emma auch und hofft. (C.v.D.)