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Emma: Solidarisch
Emma lässt sich äußerst ungern die Frage stellen: „Ja, wo wohnt Ihr denn? Der Müll hier!“ Diese Frage wurde ihr tatsächlich schon gestellt. Aber Emma fand keine Antwort, nur ein Achselzucken. Eigentlich kennt Emma nur Menschen, die sehr gerne hier in Wachtberg wohnen; aber warum verhalten sich manche nicht dementsprechend? Sind wir nicht eine Solidar-Gemeinschaft? Sollten wir nicht alle darauf achten, dass unser Heimatdorf schön und ordentlich bleibt? Doch immer wieder sieht Emma, wie Menschen ihren Bioabfall in den Wald tragen, bei Nacht und Nebel Müllsäcke „entsorgen“ oder einfach Papiertüten, Trinkbecher, Zigarettenkippen und –schachteln unter sich fallen lassen. Auch Jugendliche verlassen das Umfeld an Bänken auf Spielplätzen oder anderen Aufenthaltsorten, mit Flaschen, Kartons und Papier übersät. Wie mag es bloß bei diesen Menschen in der Wohnung aussehen? fragt sich Emma, genauso oder peinlich sauber?
Auch hört Emma immer wieder Klagen von Anwohnern über Autofahrer, die das Tempolimit von 30 km nicht einhalten. Sie hat beobachtet, dass sich unter diesen Autofahrern sogar oft junge Väter und Mütter von kleinen Kindern befinden. Sie findet das paradox. Gerade diese sollten doch umsichtig beim Autofahren sein, um Kinder nicht zu gefährden, auch wenn es nicht ihre eigenen sind! Verständlich ist, dass diese Menschen immer unter Zeitdruck stehen; es ist ja auch schwierig, allen gerecht zu werden: Beruf, Haushalt und Familie. Morgens haben es einfach alle Menschen eilig. Sie haben jetzt im Winter nicht einmal Zeit, die vereisten Fenster am Auto frei zu kratzen; dann fahren sie mit einem winzigen Guckloch los und gefährden so wiederum sich selbst und die Mitmenschen. Man könnte ja die Wagen in die Garage stellen, denkt Emma, aber die sind ja mit Gerümpel voll gestopft.
Auch das Kehren der Straßen durch die Maschinen der von der Gemeinde Beauftragten wird oft bemängelt. Wie aber sollen sie frei von Blättern und Unrat werden, wenn überall nur Autos stehen, die oft genauso die Wagen der Müllabfuhr massiv behindern. Auch in dieser Hinsicht stünden sie besser in der Garage oder Einfahrt.
„Wir sind doch eine große Gemeinschaft“, appelliert Emma, „sollten wir nicht alle daran arbeiten, uns durch winzige Kleinigkeiten das Leben miteinander leichter, toleranter und umgänglicher zu gestalten, Rücksicht zu nehmen und Wachtberg als unsere schöne, gepflegte Heimat zu erhalten?“ (C.v.D.)
Letzte Änderung: 29. Januar 2010 - © 2010 Gemeinde Wachtberg