Medikamentenhilfe sagt „Danke“

Medikamentenhilfe für die III. Welt: Dr. Bose, Arzt und Direktor des Bethesda-Krankenhauses in Goma. (Foto: Privat) Wachtberg-Pech - Der Vorstand des eingetragenen Vereins „Medikamentenhilfe für die III. Welt“ in Pech möchte sich bei allen Spendern ganz herzlich für die großen und kleinen Hilfen bedanken.

Auch durch die Einnahmen in Höhe von nahezu 2.500 Euro anlässlich des wundervollen Chorkonzertes der Deutschen Welle im Sommer in der Aula in Berkum und auch mit weiteren Spenden konnte der Verein zeitnah ein dringend benötigtes medizinisches Gerät und viele wichtige Medikamente an das Bethesda-Krankenhaus nach Goma/ Ostkongo liefern.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie viel man mit auch noch so kleinen Spenden bewirken kann. So kann mit einem Beitrag von 10 Euro ein Kind gerettet werden, das sonst an einer Durchfallerkrankung gestorben wäre. Manche Menschen sagen: „Was ihr da in Afrika macht, ist doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein!“ Sicherlich kann man so denken. Aber lieber wenigen Menschen helfen als gar keinen!

Besonders Frauen und Kinder nehmen die Hilfe im Bethesda-Krankenhaus in Anspruch. Der Arzt und Direktor vor Ort, Dr. Bose, stimmt mit dem Verein die Liste der dringendsten Medikamente ab. Die deutschen Ärzte, Dr. Stefan Wachtler und Dr. Bernd Otte betreuen in ihrer Freizeit ehrenamtlich dieses Krankenhaus, unter Einsatz ihres Urlaubs auch an Ort und Stelle in Goma. Zurzeit entsteht ein gynäkologischer Erweiterungsanbau.
Wie in den Medien (z.B. ARD Weltspiegel am 29.11.2009) immer wieder berichtet wird, hat sich die Lage im Kongo keineswegs verbessert oder beruhigt, auch wenn die Berichterstattung darüber rückläufig ist. Die Krisenregion ist weiterhin so verheerend chaotisch und gefährlich, dass einige Hilfsorganisationen keinen Weg mehr finden, der Bevölkerung zu helfen. Immer noch leben Hunderttausende durch Krieg und Aufruhr vertriebene Menschen in Zeltlagern unter unvorstellbar miserablen hygienischen Bedingungen. Doch das Bethesda-Hospital scheint eine kleine Oase der Ruhe und des Friedens zu sein, entweder schonen die Rebellen aus moralischer Achtung das Krankenhaus oder sie selbst benötigen diese medizinische Versorgung. Auch als gar kein Weg mehr zum Krankenhaus offen war, hatte Dr. Otte mit Dr. Bose eine Möglichkeit gefunden, über Umwege, über andere Staaten dem Krankenhaus die nötigsten Medikamente zu besorgen.

Da die Gemeinnützigkeit des Vereins „Medikamentenhilfe für die III. Welt e.V.“ seit 1983 anerkannt ist, werden auf Wunsch Spendenbescheinigungen ausgestellt. Wer diese Hilfe unterstützen möchte, kann Spenden auf das Konto Nr.: 101207013, Volksbank Wachtberg eG, BLZ: 37069805 einzahlen. Neben der Hilfe ist das wichtigste Kriterium der ehrenamtlichen Vereinsmitglieder, dass das gespendete Geld vollständig den Bedürftigen zugute kommt und nur die Medikamente durch `Action Medeor´ versendet werden, die in diesem Krankenhaus am allernötigsten gebraucht werden. Nicht ein Cent wurde und wird für andere Ausgaben, wie Telefonate, Briefmarken etc. benutzt.

Nochmals herzlichen Dank an die Spender! Der Vorstand wünscht allen ein friedliches und fröhliches Weihnachtsfest und für das Neue Jahr alles Gute.
(Medikamentenhilfe für die III. Welt e.V./ für den Vorstand, Christa von Düsterlho)