Besinnliche Nikolausfeier im Kindergarten „Maulwurfshügel“

KG Werthhoven: Da staunten die Kleinen – der Nikolaus besuchte sie im Kindergarten. (Foto: Privat) Wachtberg-Werthhoven - Bereits am Freitag, 4. Dezember, und damit ganze zwei Tage vor seiner offiziellen Ankunft, hatte sich der Nikolaus im Kindergarten „Maulwurfshügel“ in Werthhoven eingefunden. Und das freilich sehr zur Freude der erwartungsfrohen Kinderschar.

Die hatte sich zuvor bereits am späten Nachmittag auf dem Kinderspielplatz versammelt, um sich per Pedes gemeinsam mit Eltern und Kindergärtnerinnen auf die Suche nach dem stattlichen, in rote Robe gehüllten Mann mit dem schlohweißen Rauschebart zu begeben. Zwar wurde der Schutzpatron der Kinder auf dem Rundweg durchs Dorf mit der Laterne noch nicht gesichtet.

Dennoch sollte sich der Marsch spätestens mit der Ankunft im Kindergarten lohnen: Schließlich durfte sich jedes der 27 Kinder am Abend über ein kleines Säckchen mit Obst und Nüsschen freuen. Natürlich ließen die Kindergärtnerinnen die kleinen Bewohner des Maulwurfshügels in Anwesenheit des Nikolaus entsprechende Lieder anstimmen, um den ohne seinen Knecht Ruprecht angereisten Gast milde zu stimmen. Der zeigte sich zum Dank für den Ohrenschmaus danach tatsächlich von seiner besten Seite und erzählte dem Nachwuchs aus seinem Leben: Nikolaus von Myra, geboren zwischen 270 und 286 in Patara, einer Stadt in Lykien in Kleinasien, wirkte in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts als griechischer Bischof von Myra, damals Teil des Römischen, später des Byzantinischen Reichs. Nikolaus von Myra ist der Schutzpatron Russlands, Kroatiens, Serbiens sowie der Kaufleute, der Seefahrer, der Schüler und Kinder. Letztere erfuhren dabei unter anderem, dass der Name „Sieg(reich)er des Volkes" bedeutet.

Nach der Nikolausversammlung unter freiem Himmel ging es hinein in die warme Stube: Eltern und Kindergartenleitung hatten sich schon am Nachmittag mächtig ins Zeug gelegt, um die Tische adventlich einzudecken und für vorbereitete Speisen nebst Getränken zu sorgen. Tee, Glühwein, Kinderpunsch und Kakao sowie frische Brötchen und viele Sorten köstlichen Aufschnitts sorgten bei Kindern und Eltern für Ruhe im Magen. Dank vieler helfender Hände hatten nur rund anderthalb Stunden nach dem Ende des festlichen gemeinsamen Abends die Berge von Geschirr und Besteck wieder ihren angestammten Platz im Schrank gefunden. Zudem präsentierte sich der Boden im alten Glanz, die umgestellten Möbel kehrten zurück an ihre ursprüngliche Stelle und die Tische gaben für die neue Woche wieder die Fläche für Frühstück und Spiele frei. (KG Werthhoven, Christian Jacob)