Klangvoller Start in die Adventszeit - Konzert des Wachtberger Jugend- und Kammerorchesters mit der Blue Moods Big Band

Weihnachtskonzert des Wachtberger Jugend- und Kammerorchesters mit der Blue Moods Big Band. (Foto: Privat) Wachtberg-Berkum - Am ersten Adventsonntag fand in der Aula des Schulzentrums in Wachtberg-Berkum das große Weihnachtskonzert der Blue Moods Big Band und der beiden Wachtberger Orchester statt. Unter dem Motto Winter – Advent – Weihnachten hatten sich die Dirigenten Jürgen Dietz und Hans Werner Meurer ein Programm einfallen lassen, das ganz eigene musikalische Akzente zu Beginn der Adventszeit setzte.

Nicht enden zu wollen schien die Reihe der Musiker, als das Wachtberger Jugendorchester, das Wachtberger Kammerorchester und die Blue Moods Big Band auf die Bühne der Aula des Schulzentrums in Berkum kamen, um in großer Besetzung die Adventszeit musikalisch zu eröffnen. Als dann alle Musiker Platz genommen hatten, bot sich ein wirklich beeindruckendes Bild, denn auf fünf Ebenen baute sich vor festlicher Dekoration das Orchester auf. Für die Mitglieder der Blue Moods Big Band war die Bühne zur Seite noch vergrößert worden.

Aber nicht nur auf der Bühne herrschte drangvolle Enge: Es kamen so viele Besucher zum Konzert, dass die Aula bis auf den letzten Platz besetzt war. Die erste stellvertretende Bürgermeisterin, Ursula Perkams, eröffnete die Veranstaltung. Hans Werner Meurer, Dirigent der beiden Orchester, begrüßte im Namen der über 90 Musiker das Publikum; dann begann ein bunter Reigen von Musik, der (fast immer) um Winter, Advent und Weihnachten kreiste.

Zur Eröffnung erklang eine Instrumentalfassung von Händels festlichem „Halleluja“.

Weihnachtskonzert: Die Blue Moods Big Band unter der Leitung von Jürgen Dietz. (Foto: Privat)
Nach diesem pompösen Halleluja startete die Reihe der Lieder zur Winterzeit mit „Jingle Bells“ – und die Musiker hielten für das Publikum eine Überraschung bereit, boten sie doch das traditionelle Stück als Mix aus klassischer Darbietung und jazziger Fassung dar: die Anfangstakte des Stückes spielte sehr filigran und leise ein Holzbläserquintett aus Mitgliedern des Kammerorchesters, um dann, für die Zuhörer ganz unerwartet, im volltönenden Big Band-Sound von der Blue Moods Big Band fortgesetzt zu wurden.

Das Publikum krönte diese ungewöhnliche Darbietung mit besonderem Applaus. Dieser effektvolle Start war symptomatisch für das gesamte Konzert, denn dem Publikum wurde ein äußerst abwechslungsreiches Programm geboten, welches in dieser Mischung auch gut ankam. Teils spielten die Orchester und die Big Band im Wechsel alleine, teils musizierten sie gemeinsam, wie bei dem bekannten „White Christmas“ für Sinfonieorchester und vier Saxophone im Original-Arrangement von Irvin Berlin von 1940.

Weihnachtskonzert: Die Blue Moods mit Orchesterbegleitung. (Foto: Privat)
Schwungvolle Musik, die im 20. Jahrhundert entstanden ist, stand im Wechsel mit traditionellen Advents- und Weihnachtsliedern aus aller Welt. Letztere wurden, um der Fülle an wunderschönen Weihnachtsliedern gerecht zu werden, teilweise als Potpourris in moderner Orchestrierung und Harmonik vorgetragen. Die für deutsche Ohren eher ungewöhnlichen Potpourris stammten aus dem angelsächsischen Raum und sind dort Gang und Gäbe, aber ihre Fröhlichkeit verfehlte auch beim Wachtberger Publikum seine Wirkung nicht.

Und auch das Publikum war aufgefordert mitzusingen: „Wir sagen euch an den lieben Advent“ und „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ stimmten die Zuhörer und das Orchester gemeinsam an.

Die Blue Moods Big Band spielte stimmungsvoll den Klassiker „Moon River“. Beim „Winter Wonderland“ steuerten die Streicher der beiden Orchester der Big Band eine reizvolle Klangfarbe bei. Beeindruckend war die junge Sängerin Anna Keller, die bei zahlreichen Titeln der Big Band stilsicher und mit großem Engagement mitwirkte: „White Christmas“, „Don’t know why“, „I’m beginning to see the light“, „Santa Claus is coming to town“ oder „Have yourself a merry little Christmas“.

Weihnachtskonzert: Das Wachtberger Jugend- und das Wachtberger Kammerorchester unter der Leitung von Hans Werner Meurer. (Foto: Privat)
 

Wie am Anfang erklang auch am Ende des Konzertes mit dem Lied „Macht hoch die Tür“ Musik aus längst vergangenen Zeiten – gemeinsam vorgetragen von der Big Band und den beiden Orchestern … und das Publikum sang wieder begeistert mit.

 


Nicht nur mit der Musik hatten sich die Akteure viel Mühe gegeben, auch mit der raffiniert gestuften Bühne, der stilvollen Bühnendekoration und der ausgeklügelten Lichtregie sowie mit der Moderation, die von Orchesterleiter Hans Werner Meurer und Jörg Lütge von den Blue Moods im Wechsel geboten wurde, erlebte das Publikum ein rundum gelungenes Konzert. (GW)