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Neue Grippe: Lieferung des Impfstoffes stagniert auch im Rhein-Sieg-Kreis
Rhein-Sieg-Kreis (kl) – Auch im Rhein-Sieg-Kreis kommen derzeit weniger Dosen des Impfstoffes gegen die Neue Grippe an, als zu Beginn der Impfkampagne zugesagt.
„Es ist ein Eiertanz, die uns zu Verfügung gestellten Impfdosen gleichmäßig und gerecht auf die impfenden Praxen zu verteilen“, schildert der Leiter des Kreisgesundheitsamtes Erich Klemme die derzeitige Situation, "für die impfenden Ärzte wird es durch die reduzierten Kontingente sehr schwierig, ihre Angebote zu planen. Ich kann verstehen, wenn sie verärgert sind". Ende der Woche werden voraussichtlich 9.500 Dosen in den Rhein-Sieg-Kreis geliefert, die dann in der nächsten Woche verimpft werden können. Zugesagt waren wöchentlich 11.000 Dosen; benötigt würden derzeit rund 30.000 Dosen.
Der Grund für die geringere Zahl an zur Verfügung gestellten Impfdosen ist unter anderem eine Veränderung im Zuteilungsschlüssel. Bisher wurde ausschließlich nach einem Bevölkerungsschlüssel verteilt. Laut einem Schreiben des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW, vom 12. November, wird nun das medizinische Personal mit einem hohen prozentualen Ansatz berücksichtigt.
Hierdurch möchte man „der Versorgung der prioritären Gruppen in der Region besser Rechnung tragen“.
„Wir haben uns bemüht, aus anderen Kreisen oder kreisfreien Städten eventuell nicht abgeforderte Bestände in den Rhein-Sieg-Kreis umzuleiten. Doch auf Nachfrage schildern alle Kollegen eine vergleichbare Situation wie bei uns“, sagte Erich Klemme weiter. „Die Nachfrage nach Impfstoff ist derzeit überall deutlich höher als die zur Verfügung gestellten Mengen.“
Das Gesundheitsamt hat alle impfenden Praxen im Rhein-Sieg-Kreis gebeten, bei dieser knappen Versorgungslage, gemäß der Empfehlungen der Stiko (ständigen Impfkommission) bevorzugt die dort genannten Personen zu impfen. Dies sind vor allem Personen, die im Gesundheitsdienst und in der Pflege arbeiten, Mitarbeiter von Rettungs- und Krankentransportdiensten sowie Menschen mit einer erhöhten gesundheitlichen Gefährdung, wie beispielsweise chronische oder anderen Vorerkrankungen.
„Die in Ruppichteroth durchgeführte zentrale Impfaktion der dort niedergelassenen Ärzte in Zusammenarbeit mit der Gemeinde war eine sehr gute Initiative“, sagte Erich Klemme weiter. Allgemein waren sich Erich Klemme und die Vorsitzenden der hiesigen Kassenärztlichen Vereinigung (KV), Reiner Cremer, und der Ärztekammer, Dr. Wolf-Rüdiger Weisbach, bei einem gemeinsamen Arbeitsgespräch einig, dass das hohe Engagement der impfenden Kolleginnen und Kollegen besonders zu schätzen sei. Dies vor allem auch vor dem Hintergrund der nicht auskömmlichen Honorierung, den Problemen bei der Impfstoffversorgung und dem derzeit ohnehin großen Betrieb in den Hausarztpraxen wegen der hohen Zahl akuter Atemwegserkrankungen.
Im Rahmen der betrieblichen Pandemievorsorge hat das Kreisgesundheitsamt heute den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kreisverwaltung einen hausinternen Impftermin angeboten. Voraussichtlich nächste Woche wird es ein solches Impfangebot für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Feuerwehren, Rettungsdienste und des Katastrophenschutzes geben.
Für Bürgeranfragen hat Call NRW, das Bürger- und Servicecenter der Landesregierung, eine Hotline geschaltet. Sie ist wochentags von 8 bis 18 Uhr unter 0180 / 3 100 210 zu erreichen. Zusätzlich wurde unter der Adresse www.neuegrippe.nrw.de eine Internetseite eingerichtet. Für Rückfragen steht auch das Kreisgesundheitsamt unter der Rufnummer 02241 – 13 27 27 zur Verfügung.
Weiter Internetlinks:
- www.wir-gegen-viren.de – Hinweise zum Thema Hygiene
- www.pandemierisiko.info – Allgemeine Infos des Robert-Koch-Instituts
- www.bmg.bund.de – Bundesgesundheitsministerium
- www.rki.de – Robert-Koch-Institut
- www.pei.de – Paul-Ehrlich-Institut
- www.liga.nrw.de – Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit
- www.integrationsbeauftragte.de – Informationen in diversen Sprachen
- www.who.int – Weltgesundheitsorganisation (in Englisch). (RSK)
Letzte Änderung: 20. November 2009 - © 2009 Gemeinde Wachtberg