Emma: Rückenschmerzen

Lokales - Mitteilung aus der Gemeinde Emma muss den Garten winterfest machen, wie viele andere Wachtberger auch. Sie findet, dass das nicht nur Spaß macht; aber es muss eben sein!

Sie packt sich warm ein, denn bei der herbstlichen Witterung wird es ihr schnell kalt. Sie schneidet die Rosen und trotz Handschuhe werden ihre Hände ziemlich von den Dornen zerkratzt und zerstochen. An die Veredlungsstellen häuft sie Kompost und Düngererde. Die Stauden müssen gekürzt, die Büsche in Form gebracht werden. Eimerweise schleppt sie das Ab- und Herausgeschnittene zum Komposthaufen oder in die Biotonne.

Danach werden viele Säcke Rindenmulch auf die Erde aufgetragen Je mehr sie sich bewegt und arbeitet, desto mehr zieht sie von ihrer „Zwiebel“-Kleidung aus. Sie schwitzt ganz ordentlich. Nach einer Weile muss Emma eine kleine Pause einlegen und beschaut sich ihr Werk. Doch schnell macht sie weiter; es beginnt nicht nur, ihr kalt zu werden, sondern auch zu regnen. „Auch das noch!“ stöhnt sie. Trotzdem macht sie weiter, denn der Teil des Gartens, den sie sich für heute vorgenommen hat, soll fertig werden.

Als sie es endlich geschafft hat, schmerzt ihr Rücken. Rückenschmerzen kommen von – wie die Ärzte sagen – Mangel an Bewegung, schlechte Körperhaltung, falsche Belastung oder unbewältigten seelischen Problemen. Die erste und die letzte Ursache schließt Emma völlig aus, denn an mangelnder Bewegung kann es nicht liegen, und seelische Probleme verschwinden bei der Gartenarbeit. Sie weiß es besser: Die Kälte nach dem Schwitzen tat dem Rücken nicht gut, und durch das Bücken, Heben und Tragen, sprich starke Belastung, mutet sie ihrer Wirbelsäule zuviel zu.

Nach einigen Tagen jedoch ist der Schmerz wie weggeblasen; dann wird schnell der nächste Teil des Gartens winterfest gemacht; sonst kommt der Winter und Emma ist nicht fertig mit ihrem Garten.
Im Frühjahr im Garten zu arbeiten, macht viel mehr Freude, wenn die ersten bunten Frühlingsblumen aus der Erde brechen, findet Emma. (C.v.D.)