Integration erlebbar machen – Begegnungsfest in Niederbachem

Begegnungsfest: Integration erlebbar machen. (Foto: Privat) Wachtberg-Niederbachem - Als vorrangige Aufgabe für die Zukunft von ausländischen Flüchtlingsfamilien in Wachtberg bezeichnete Dr. Harald Uhl auf dem kürzlichen „Fest der Begegnung“ im Evangelischen Gemeindezentrum Niederbachem die Integration auf allen Ebenen von Kindergärten, Schulen, Beruf und Gesellschaft.

Der von ihm und Kurt Zimmermann geleitete „Ökumenische Arbeitskreis Wachtberg“ bietet dazu Hilfen durch Hausaufgabenbetreuung, Sprachkurse auf verschiedenen Kenntnisstufen, den Kleiderpavillon in Berkum, Beratung im Umgang mit Behörden und bei der Ausbildungs- und Arbeitssuche an.

Das Begegnungsfest bot durch das Spiel- und Unterhaltungsprogramm für Kinder und Jugendliche - Ponyreiten, der zaubernde Diakon Wilfried Reers und Fußballspiel auf Kleintore - sowie den Genuss internationaler Speisen konkrete Möglichkeiten des besseren Kennenlernens an. Die Wachtberger Vizebürgermeisterin Ursula Perkams betonte in ihrem Grußwort die Bedeutung der Integrationsbemühungen der ausländischen Mitbürger, sicherte ihnen die Unterstützung der kommunalen Behörden zu und dankte dem Ökumenischen Arbeitkreis für seine fast 30-jährige Tätigkeit. Der Hausherr des Gemeindezentrums, Pfarrer Günter Schmitz-Valadier, betonte die Bedeutung des interreligiösen Dialogs für die Integration. Ein Beispiel für gelingende Integration bot die 12jährige Fatima Kamaldeen aus Sri Lanka, inzwischen deutsche Staatsbürgerin, die in akzentfreiem Deutsch und auswendig das schöne Herbstgedicht von Johann Gaudenz von Salis-Seewis „Bunt sind schon die Wälder“ mit allen fünf Strophen vortrug. Das Zusammengehörigkeitsgefühl von einheimischer Bevölkerung und Immigranten wurde als Impuls für weitere Schritte des gemeinsamen Lebens in Wachtberg erlebbar. (B. Uhl)