Emma: Sommer’s Ende

Lokales - Mitteilung aus der Gemeinde Der Sommer hat sich verabschiedet. Schade, denkt Emma, es war ein solch schöner Sommer! Deshalb nutzt sie immer noch jede Gelegenheit, um mit ihren Enkeln auch die kleinen Schönheiten der Natur zu erleben.

Bewusst beobachten die Augen und horchen die Ohren: Über ihren Köpfen segeln mit weit gespannten Flügeln Bussarde und rufen mit ihren unverkennbaren Schreien. Elstern und Eichelhäher fliegen auf und kreischen, als sie menschliche Stimmen wahrnehmen. Die kleineren Vögel, wie Gartenrotschwanz, Meisen oder Finken flattern so heftig davon, dass die Blätter von den Bäumen herunter schweben.
Emma und ihre Enkel schauen den Blättern nach und entdecken blau schimmernde Käfer auf dem Boden; auch Schnecken mit ihren Häusern kriechen mühsam über den Weg. Bei jedem Schritt müssen sie aufpassen, dass sie kein Lebewesen zertreten. Ein Maulwurfshügel bricht gerade durch die Erde, alle bleiben wie angewurzelt stehen; die Erde bewegt sich weiter, doch der Maulwurf lässt sich nicht blicken. Schade!

Sie bestaunen rote Fliegenpilze mit den weißen Flecken, den violetten Ritterling oder einen gelben Butterpilz. Die gleiche Farbenpracht leuchtet auch in den Beeren, rote, blaue, gelbe. Immer wieder hört Emma: „Schau mal, Oma!“ Eicheln, Bucheckern und Kastanien fallen auf ihre Köpfe. „Au!“; aber alle müssen laut lachen!
Auch in ihre Nasen dringen Gerüche; manchmal duftet es noch wie nach Blüten; aber meistens riecht es nach würzigen Pilzen, ein bisschen modrig, oder einfach nach Wald.

Ganz stolz ist Emma, dass ihre Enkel all ihre Sinne, Augen, Ohren und Nasen, weit öffnen für diese vielfältige, bunte Natur. Sie haben es gut, denn sie sind Wachtberger und wohnen mitten in ihr! (C.v.D.)