Aktuelles
- Mitteilungen aus dem Rathaus
- Mitteilungen aus der Gemeinde
- Amtliche Bekanntmachungen
- Öffentliche Ausschreibungen
- Öffentliche Angebote
- Haushaltsplan
- Wachtberger Kulturwochen
- 40 Jahre Gemeinde Wachtberg
- Teilnahme am NRW-Tag
- Nachrichten-Archiv
- Pegelstände / Wetter
Termine
- Veranstaltungskalender
- Kultur-Newsletter
- Sprechstunden
- Sitzungstermine
- Öffnungszeiten
- Mülltermine
- Apothekennotdienst
- Blutspendetermine
- Fahrplan-Auskunft
- Redaktionsschlüsse Amtsblatt
Linksammlung
Emma: Fremde sehen mehr
Emma findet es immer wieder erstaunlich, dass oft erst wildfremde Menschen einem die Schönheiten seiner Heimat wieder vor Augen führen. Gewohnheit und „Betriebsblindheit“ sind wohl die häufigsten Gründe dafür. Natürlich gibt es auch Bürger, die unser schönes Wachtberg noch nie richtig betrachtet haben. Aber Emma ist sicher, dass die meisten Bewohner sich hier wohl fühlen und ihre Heimat gut kennen.
Eine alte Tante aus Amerika besuchte Emma. Ihr letzter Besuch lag schon lange zurück. Sie hatte das Geld und die Mühen nicht gescheut, um Emma wieder zu sehen. Mit ihren fast 80 Jahren kam sie müde und abgespannt von der langen Reise mit vielen Koffern an. Emma wollte sie mit Köstlichkeiten aller Art verwöhnen; doch sie lehnte alles ab, sie wollte nur schlafen. An diesem Abend sah Emma sie nicht mehr.
Aber auch an den folgenden Tagen sah Emma sie nur selten; dieser lange Schlaf hatte wieder soviel Leben in die alte Dame gebracht, dass sie munter in der Gegend herum fuhr. Soviel Temperament und Kraft hatte ihr niemand zugetraut. Ihr Tag wollte nie enden. Am Abend erzählte sie Emma all ihre Erlebnisse und Entdeckungen. Und Emma hörte gespannt zu: „Hier in Wachtberg ist alles so klein und niedlich, keine Wolkenkratzer, überall Wald und reizende Dörfer. Und wenn ich Menschen frage, sind sie sehr höflich und zeigen mir alles!“
Die Tante begeisterte sich jeden Tag mehr, und Emma mit ihr. Die Tante war verliebt in die kleinen Dörfer und besichtigte alles: Kirchen und Kapellen, Burgen in Adendorf, Berkum und Villip, Mühlen in Fritzdorf und Villip und vieles mehr. So lernte sie Wachtberg besser kennen als mancher, der hier wohnt. Sogar Emma erfuhr noch Unbekanntes und Interessantes.
Eines Tages kam sie noch begeisterter nach Hause als sonst: „Stell Dir vor, in Adendorf hat man mir gezeigt, wie getöpfert wird, den Brennofen und alles, was dazu gehört! Ich habe alles erklärt bekommen“ Aus Dankbarkeit hat sie eine Menge Töpfersachen gekauft. Da sie aber nicht alle in ihrem Fluggepäck mitnehmen konnte, ist Emma nun der glückliche Besitzer dieser Schönheiten. „Euer Wachtberg ist wunderschön!“ sagte sie beim Abschied zu Emma. Emma nickte nur heftig, mit Tränen in den Augen. (C.v.D.)
Letzte Änderung: 18. September 2009 - © 2009 Gemeinde Wachtberg