Unser Dorf hat Zukunft - Adendorf/ Klein-Villip im Landeswettbewerb

Adendorf im Landeswettbewerb: Die Kommission auf der Burg Adendorf. (Foto: GW) Wachtberg-Adendorf – Zum ersten Mal mit dabei und gleich gewonnen – die Ortsteile Adendorf und Klein-Villip haben sich 2008 zum ersten Mal zum Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gemeldet und gleich eine der Goldmedaillen gewonnen. Nun vertreten sie neben der Stadt Blankenberg den Rhein-Sieg-Kreis auf Landesebene. Die Bewertungskommission des Landeswettbewerbes besuchte jetzt gemeinsam mit Landrat Frithjof Kühn und Bürgermeister Theo Hüffel die beiden Ortsteile von Wachtberg.



Adendorf und Klein-Villip hatten gemeinsam beim Kreiswettbewerb 2008 gesiegt und waren mit der Goldmedaille sowie einem Preisgeld von 1.000 Euro ausgezeichnet worden.
In der Begründung hieß es über Adendorf und Klein Villip, dass die Adendorfer Bewohner und Vereine sich mit den Bewohnern von Klein-Villip verbunden fühlen. Man helfe sich gegenseitig. Deshalb habe man zusammen als ein Ort an dem Wettbewerb teilgenommen. Projekte, die zu der positiven Beurteilung geführt hatten, waren für die Jury der Wideraufbau der Kapelle in Klein-Villip, die Töpfertage in Adendorf, der Aufbau einer eigenen Homepage (www.toepferort-adendorf.de), ein schulisches Bienen- und Wespenschutzprojekt, das Anbringen von Eulenkästen außerhalb der Ortschaften sowie das Drehwerk 17/19, eine alte Töpferei, in der ein Kino, ein Bistro und eine Kleinkunstbühne eingerichtet und Alt- sowie Neubauten dabei gut integriert worden seien. Über das Bestehende hinaus haben die Adendorfer den Wettbewerb zum Anlass genommen konkreter über ihren Ort nachzudenken und gemeinsam ein Leitbild erstellt. Darin aufgeführt sind das bisher Erreichte aber auch viele Aufgaben für die Zukunft.

Die Mitglieder der Bewertungskommission erwartete ein vielseitiges Programm.

Erste Station war das Drehwerk 17/19, in dem sie die stellvertretende Bürgermeisterin und Vorsitzende der Adendorfer Ortsvertretung, Ursula Perkams, und Landrat Frithjof Kühn willkommen hießen. „Man merkt, dass es den Bürgerinnen und Bürgern Freude macht, in ihren Dörfern zu leben“, sagte Landrat Frithjof Kühn. „Mit ihrem bürgerschaftlichen Engagement tragen sie dazu bei, die Zukunftsperspektiven im ländlichen Raum zu verbessern. Dabei gehen sie mit dem Erbe unserer Vorfahren verantwortungsvoll um und leisten zugleich einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Dörfer. Dieses nicht selbstverständliche Engagement wird durch den Wettbewerb ausgezeichnet und unterstützt.“
Eberhardt Tschentke, Vorsitzender des Festausschusses, erläuterte den Gästen u. a. Adendorfs Leitbild, Rudi Knorr führte kurz das Konzept des Drehwerks vor und Rainer Engberding verwies auf Adendorfs Kultur- und Kunstszene.
Zur Infrastruktur und über den neu gegründeten Gewerbeverein referierten Björn Hansen und Oliver Wolf.

Bei der anschließenden Besichtigung der Töpferei Paul Günther konnten sich die Kommissionsmitglieder ein Bild eines der vielen für Adendorf so typischen Töpferbetriebe machen.

Adendorf im Landeswettbewerb: In der Töpferei Paul Günther demonstrierte Peter Hansen den Gästen die Arbeit an der Drehscheibe. (Foto: GW)Adendorf im Landeswettbewerb: Auch Landrat Fritjof Kühn zeigte sich von der Kunst der Adendorfer Töpfer beeindruckt. (Foto: GW)
 







 

 


Auf dem Dorfplatz erhielt die Jury einen Eindruck von den vielen Aktivitäten Adendorfs.

Adendorf im Landeswettbewerb: Die stellvertretende Bürgermeisterin und Vorsitzende der Adendorfer Ortsvertretung, Ursula Perkams, vor dem Langofen. (Foto: GW)
Die Töpfer hatten einen Schaubrand im Kasseler Langofen entfacht, Dr. Hans Böhm zeigte Bilder vom Wiederaufbau der Kapelle in Klein-Villip, Hans Wolf erzählte über die Feste zur Brauchtumspflege, die Leiterinnen von Grundschule und integrativem Kindergarten stellten ihre zahlreichen Projekte vor und auch die Jugendarbeit wurde nicht vergessen.


Adendorf im Landeswettbewerb: Bürgermeister Theo Hüffel zeigte sich erfreut über die Qualifikation von Adendorf und Klein-Villip auf der Landesebene und wünschte viel Glück. (Foto: GW)

 

 

 

 

 

 


 

 


Bürgermeister Theo Hüffel wünschte allen Adendorfern viel Erfolg beim Landeswettbewerb. "Ich freue mich, dass die Teilnahme an diesem Wettbewerb von einer großen Nachhaltigkeit geprägt ist.“ In Adendorf habe sich viel bewegt: Dorfmoderation, Dorfplatz, Bildung eines Marketingvereins und vieles mehr. Das zeige, so Hüffel: „Adendorf hat Zukunft."

Adendorf im Landeswettbewerb:
 

Letzte Station der Kommission war die Burg Adendorf, in deren Innenhof Ursula Perkams sowie Gabriela Baronin von Loe und Georg Baron von Loe auf Adendorfs Engagement für einen pfleglichen Umgang mit der Umwelt und der Historie des Ortes eingingen.

Altes lebendig bewahren und in die Zukunft schauen – es hätte keinen besseren Ort zum Verabschieden der Kommissionsgäste geben können.


Informationen über den Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ und die weiteren teilnehmenden Dörfer gibt es unter www.dorfwettbewerb.de. (GW)