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Emma: i-Dötzchen
„Haben Sie sie auch gesehen, die kleinen ABC-Schützen?“ fragt Emma. Vor wenigen Tagen tauchten sie vor Wachtbergs Grundschulen auf mit Sturm und Drang und großen, bunten Tüten, die sicher mit viel Süßigkeiten, Brauchbarem für die Schule oder zum Spielen gefüllt waren. Ihr ganzes Wissen für ein Jahr lastet von nun an täglich auf ihren Schultern im (noch) vielgeliebten Ranzen.
Die kleinen Leute sind nicht mehr zu halten; sie fühlen sich einfach großartig. Am ersten Schultag begutachten sie zwar mit sicherem Blick die übrigen Mitschüler, aber noch festgeklammert an Mutters Hand. Die meisten sind ja schon längst ihre Freunde aus dem Kindergarten; die übrigen werden noch mit zurückhaltendem Misstrauen beobachtet.
Nun hat die Schule endlich begonnen! Da ist die Freude bei den kleinen, die Trauer bei den großen Leuten, die zwar schon hundert Mal gemeint haben, dass es nun endlich an der Zeit sei, dass die „Pänz“ in die Schule kämen. Ihnen und auch Emma wird bewusst, als sie ihren Enkel begleitet, wie schnell die Zeit vergangen ist und wie alt die Kinder geworden sind.
Emma beobachtet Eltern, die unschlüssig sind, was sie ihrem Kind nun sagen sollen, um es auf den ersten Schritt ins „ernste Leben“ richtig vorzubereiten. Doch Emma vermeidet es, ihrem Enkel beizubringen, dass er nicht für die Schule sondern fürs Leben lernen werde. Sie kann sich vorstellen, mit welch großen, verwunderten Augen er sie dann anschauen und verständnisvoll (obwohl er es nicht versteht) nicken würde. Sie musste bei diesem Gedanken schmunzeln; ja, so war das früher einmal.
Vieles hat sich geändert, weiß Emma, doch der lange, oft steinige Weg bis zum letzten Schultag ist geblieben. In wenigen Tagen werden die jungen Schülerinnen und Schüler schon wesentlich forscher zum Schulgebäude gehen. Ein gestern noch unbekannter Abschnitt des Lebens wird zur Routine.
„Viel Glück und Erfolg“ wünscht Emma diesen jungen Menschen. (C.v.D.)
Letzte Änderung: 21. August 2009 - © 2009 Gemeinde Wachtberg