Gemeinsam für den Naturschutz und gegen die „gelbe Seuche“

Naturschutz-Aktion: (v.l.n.r.) Christian Stock, Susanne Thiesen und Frederic Tewes rückten mit mehreren Helfern auf dem Rodderberg dem Greiskraut zu Leibe. (Foto: Privat) Wachtberg-Niederbachem – Freiwillige um die ehemalige Mitarbeiterin des Bundesamtes für Naturschutz, Susanne Thiesen, haben dem südafrikanischen Greiskraut (lat. Senecio inaequidens - Asteraceae) bereits seit zehn Jahren den Kampf angesagt. Nun beteiligte sich auch erstmals eine Gruppe aus Junger Union und Initiative Jugend-In-Wachtberg (JIW) im Naturschutzgebiet Rodderberg in Niederbachem an dem mehrmals jährlich stattfindenden „Jäten“ und rückte dem Greiskraut auf den Pelz.

„In den letzten Jahren hat sich diese Form des Greiskrauts, die vor Jahren aus Südafrika eingeschleppt wurde, so stark ausgebreitet, dass sie heimische Kräuter und seltene Pflanzen massiv bedroht. Hierdurch wird seltenen Schmetterlings- und Insektenarten die Nahrungsgrundlage entzogen“, erklärt Susanne Thiesen die Notwendigkeit gegen das gelb blühende Korbblütengewächs vorzugehen. Diese Art des Greiskrauts verdrängt einheimische Gewächse rasch und erobert so schnell 80 Prozent einer Fläche.


Naturschutz-Aktion: Greiskraut. (Foto: Privat)

Zu Beginn der Initiative reichte es aus, mit zwei Personen einmal jährlich im Naturschutzgebiet auf die Suche nach dem Schädling zu gehen, mittlerweile sind bis zu zehn Personen im Frühjahr und Herbst unterwegs. Im Naturschutzgebiet auf dem Rodderberg, das auch das Siegel „FFH-Gebiet“ trägt und damit ein im europäischen Verbund besonders geschütztes Reservat darstellt, verbreitet sich das Greiskraut so stark, dass eine Aberkennung dieses Status droht, sollte sich die „gelbe Seuche“ weiter so stark verbreiten.

„Für uns war klar, nachdem die Umweltbeauftragte der Gemeinde uns angesprochen hatte, dass wir die Initiative um Frau Thiesen gerne unterstützen. Seit Jahren befreien wir schon regelmäßig die Kinderspielplätze vom Unrat, so dass wir im Sinne eines effektiven Heimatschutzes nun auch gerne hier aktiv werden“, erklärten JIW-Sprecher Frederic Tewes und JU-Chef Christian Stock gemeinsam.

Bereits im Herbst werden die Initiative Jugend-In-Wachtberg und die Junge Union wieder am Rodderberg aktiv werden und ein weiteres Mal der Ausbreitung des Greiskrauts begegnen und das Naturschutzgebiet davon befreien.

Weitere Informationen (auch zur Unterstützung der Initiative von Susanne Thiesen) erteilt die Umweltbeauftragte der Gemeinde Wachtberg, Hannelore Vogel, unter 0228/ 9544 153 oder hannelore.vogel@wachtberg.de . (JIW, F. Tewes)