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Schwalbenaktion im Töpferort Adendorf
Wachtberg-Adendorf - Sie sind wieder da, die Schwalben und Mauersegler, sie schweben und segeln am Himmel dahin und wir wissen: Der Sommer ist da! Sie bringen uns Glück!
Doch sie haben es nicht leicht in unserer modernen Zivilisation, in der es fast keine Lehmpfützen mehr gibt und schöne Hausfassaden so mit ihrem Kot verdreckt werden, dass die Menschen ihre Feinde werden. Aber kein Dorf hat Zukunft ohne Schwalben!
Gemeinsam mit der Umweltbeauftragten der Gemeinde Wachtberg, Hannelore Vogel, und dem Umweltamt des Rhein-Sieg-Kreises hat sich die Aktionsgemeinschaft für den Schutz der Landschaft in Wachtberg und Umgebung deshalb in den letzten Jahren bemüht, besonders im Töpferort Adendorf die Überlebenschancen der Schwalben zu verbessern. Die jährlichen Schwalbenzählungen, die Heinz Kerzmann im Auftrag der Aktionsgemeinschaft durchführte, ergaben, dass Adendorf der schwalbenreichste Ort in der Gemeinde Wachtberg ist – für die Aktionsgemeinschaft ein Ansporn dafür zu sorgen, dass das so bleibt, aber auch alle Anstrengungen für eine bessere Zukunft der Schwalben zu machen.
Deshalb hat die Aktionsgemeinschaft in diesem Jahr eine Aktion zur Rettung und Mehrung der Schwalben im Töpferort gestartet und für dieses Ziel starke Verbündete gefunden – in Hannelore Vogel, in Gemeindebrandinspektor Markus Zettelmeier, seinem Stellvertreter Markus von Wirtz und den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr, Löschgruppe Adendorf. Es ging nicht nur darum, auf Wunsch Kotbretter und neue Kunstnester in teilweise großen Höhen anzubringen. Viel wichtiger waren Gespräch und Beratung mit von Kotdreck direkt betroffenen Hausbesitzern. In zwei Rundgängen durch den Töpferort am 7.3. und 10.3.2009 ist es Hannelore Vogel, Markus Zettelmeier und Ursula Perkams gelungen, in zahlreichen Begegnungen eine größere Akzeptanz der Betroffenen dem Brutverhalten der Schwalben gegenüber herzustellen. Denn das Zerstören von Schwalbennestern ist unter Strafe gestellt. und empfohlene kleinere Schutzmaßnahmen reichen oft schon aus, empfindliche Stellen vor dem Kotdreck der Schwalben zu schützen.
Im Endergebnis waren sechs neue Kunstnester für Außenwände und ein über drei Meter langes Kotbrett, das Günter Perkams anfertigte, anzubringen. Diese Aktion fand Anfang Mai statt. Um einen sicheren Stand für die in größeren Höhen notwendigen Arbeiten zu gewährleisten, hatte Gemeindebrandinspektor Zettelmeyer beim Bauhof der Gemeinde Wachtberg eine Hubarbeitsbühne ausgeliehen und die Mitglieder der Löschgruppe Adendorf rückten mit ihrem Mannschaftswagen an.
Nach drei Stunden Arbeit war alles geschafft, die neuen „Wohnungen“ für die Schwalbenfamilien warten auf Zuzug.
Im Namen der Aktionsgemeinschaft dankte Frau Perkams sehr herzlich allen Beteiligten, auch dem Bauhof, vor allem aber den hilfsbereiten Feuerwehrleuten aus Wachtberg und Adendorf. (Aktionsgemeinschaft für den Schutz der Landschaft in Wachtberg und Umgebung e.V., U. Perkams)
Letzte Änderung: 10. Juni 2009 - © 2009 Gemeinde Wachtberg