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Vom Heiligen Michael und einem Drachen als Wappentier
Wachtberg - Zwei Wachtberger Autoren sind wieder mit Aufsätzen in den Godesberger Heimatblättern vertreten. Die Anfänge der Gemeinde Wachtberg mit den darin liegenden großen Herausforderungen sowohl für die Bürger als auch für die Verwaltung beschreibt Barbara Hausmanns (Archiv der Gemeinde Wachtberg) unter dem Titel „Aus dreizehn wird eins – Die Anfänge der Gemeinde Wachtberg“ in der jüngsten Ausgabe der Godesberger Heimatblätter (Nr. 46).
Nach einem heftigen Gewitter, das ironische Zeitgenossen als ein letztes Grollen der damaligen Bundeshauptstadt angesichts des Verlustes des alten Landkreises Bonn interpretierten, erwachte die neue Gemeinde Wachtberg am Morgen des 1.8.1969 bei strahlendem Sonnenschein. Die junge Kommune mit ihren dreizehn Ortsteilen gehörte nun als Folge der Kommunalen Neuordnung in Nordrhein-Westfalen zum neu gebildeten Rhein-Sieg-Kreis. Wachtberg war aus den zehn Dörfern des ehemaligen Amtes Villip (Landkreis Bonn) sowie den Ortschaften Arzdorf, Adendorf und Fritzdorf des ehemaligen Amtes Meckenheim hervorgegangen. Zum Bedauern vieler Wachtberger war der alte Landkreis Bonn damit endgültig passé. Anschaulich und unterhaltsam schildert Hausmanns den manchmal holprigen Weg bis hin zur Gründung der Gemeinde Wachtberg, die am 1.8.2009 ihren 40. Geburtstag feiert. Schließlich erfährt der Leser unter anderem auch, warum ein Drachen das Wachtberger Gemeindewappen ziert.
Mit dem Wachtberger Lindwurm hat der Heilige Michael - allgemein bekannt als Drachentöter - hingegen nichts zu tun. Vielmehr fungiert er häufig als Namenspatron von Kirchen und Kapellen - so auch bei der Pecher Michaelskapelle. Frank Hüllen erinnert in seinem Artikel „…als tüchtige Maurer bei der Abgelegenheit des Ortes nicht zu haben sein werden…150 Jahre Pecher Michaelskapelle“ (Godesberger Heimatblätter 46) an den Baubeginn des kleinen Gotteshauses im Jahr 1859. Kenntnisreich erläutert er am Beispiel zahlreicher Quellen die Baugeschichte der Kapelle, die häufig „die kleine Schwester des Kölner Doms“ genannt wird. Auch wenn heute nur noch gelegentlich Gottesdienst in der Michaelskapelle gefeiert wird und es längst die deutlich größere Erzengelkirche am Langenacker gibt, identifizieren sich die Pecher mit ihrem kleinen Gotteshaus an der Hauptstraße. Für die Silhouette des alten Dorfkerns ist die Kapelle ohnehin seit 150 Jahren prägend.
Die Godesberger Heimatblätter sind über den Verein für Heimatpflege und Heimatgeschichte Bad Godesberg e.V. (www.vhh-badgodesberg.de) und im Berkumer Rathaus für 10 Euro zu erhalten. (GW)
Letzte Änderung: 5. Juni 2009 - © 2009 Gemeinde Wachtberg