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Emma: Hindernislauf
Emma ist gerne Großmutter; sie liebt es mit den drei Kleinen spazieren zu gehen. Doch sehr oft hat man es als Großmutter nicht leicht; hier geht es nicht um die Enkel; die sind natürlich wie für alle Großmütter die liebsten, schönsten und bravsten Kinder.
Nein, es geht um den Kinderwagen, den Emma um viele Hindernisse, um zahlreiche Ecken und über etliche Steine drücken, ziehen und auch heben muss.
Autos blockieren nicht selten die Gehwege. Wenn Emma das erlebt, kommen ihr oft sehr hässliche Gedanken: einfach auf dem Bürgersteig bleiben und den Kinderwagen am Auto vorbei schrammen. Aber das macht sie natürlich nicht. Also weicht sie mit Kinderwagen und den beiden anderen Enkeln an der Hand auf die Straße aus. Dabei fühlt sie sich sehr unwohl, zumal die Straßen oft unübersichtlich sind und die Enkel sehr fest an die Hand genommen werden müssen.
Genauso muss sie verfahren, wenn sie Ecken und Zonen ausweicht, die entstanden sind, als die Gemeinde meinte, die Straßen „beruhigen“ zu müssen, jetzt aber kein Platz mehr auf dem Bürgersteig für einen Kinderwagen ist.
Doch wenn Müllabfuhr ist, kommt es ihr besonders schlimm vor. Es gibt Mitmenschen, die lassen ihre Mülltonnen Tag und Nacht auf öffentlicher Fläche stehen, und andere, die sie nur zur Abfuhr dorthin stellen; meistens stehen diese Tonnen dann geordnet an der Seite. Geht aber Emma hier vorbei, nachdem die Müllmänner schon da waren, ist das Chaos groß; kreuz und quer blockieren sie dann den für Fußgänger vorgesehen Platz. Für Emma heißt es wieder, mit Kind und Kegel auf die Straße auszuweichen oder jede einzelne Mülltonne zur Seite zu bewegen.
So gibt es viele Hindernisse zu überbrücken, wenn nicht nur Großeltern, auch Mütter und Väter mit Kinderwagen unterwegs sind.
Aber Emma lässt es sich nicht nehmen und geht trotzdem zu jeder Zeit mit ihren Enkeln spazieren. „Das machen Sie doch sicherlich auch, oder?“ fragt Emma. (C.v.D.)
Letzte Änderung: 29. Mai 2009 - © 2009 Gemeinde Wachtberg