Emma: Vor der eigenen Tür

Lokales - Mitteilung aus der Gemeinde Manchmal hat Emma einen Hang zum Ehrenamt. Seitlich vor ihrer Haustür liegt ein circa 25 Quadratmeter großes Beet, eine Anlage oder einfach eine Fläche - Emma weiß nicht, wie sie es bezeichnen soll -, auf der sich Disteln und Löwenzahn genüsslich und meterhoch breit machten. Dieser Anblick gefiel ihr nun ganz und gar nicht. Also machte sie sich daran, hier eine „blühende Landschaft“ zu schaffen.

Die Gemeinde hat sie erst gar nicht gefragt; die hat ja sowieso kein Geld, und schon gar nicht für einen solchen „Kleinkram“. Also ist Eigeninitiative gefragt, wenn ein solcher Anblick gegen das ästhetische Gefühl geht. Vielleicht liegen auch vor Ihrer Tür solche Brachlandschaften? Dann mal ran!

Emma hat es geschafft; es sieht jetzt recht ordentlich aus. Es blühen Narzissen, Tulpen und Hyazinthen im Frühjahr, Lilien, Iris, Sonnenhut etc. im Sommer. Es wäre alles so schön, wenn es da nicht gewissenlose Mitmenschen gäbe. Im letzten Frühjahr lagen alle Narzissen abgeschnitten auf der Erde! In diesem Jahr haben Lastwagen diese Blumen „umgemäht“ und gleichzeitig einen Holzpoller umgefahren. Niemand kümmert sich um den Schaden!
Was aber Emma unermesslich viel mehr ärgert, sind Hundebesitzer! Beim letzten Bearbeiten dieses Beetes beseitigte Emma neben zahllosen Zigarettenkippen sage und schreibe mehr Hundehaufen als sie Finger hat. (Und Emma hat noch alle Finger dran!) Sie konnte es kaum fassen! Warum geschieht so etwas? Was würden wohl die Hundebesitzer sagen, wenn sie solche Hinterlassenschaften in dieser Menge in ihren Vorgärten vorfänden? Damit aber die Hunde nicht zum noch größeren Ärgernis werden, hätte Emma für ihre Besitzer einen Tipp: kleinen Plastikbeutel mitnehmen, Hand hineinstecken, Hundedreck damit aufnehmen, zuknoten und in die Mülltonne werfen! Wär´ doch was! Emma würde sich freuen!
Denn sie weigert sich, glauben zu müssen, dass die Menschen heute wirklich skrupelloser, egoistischer und rücksichtsloser geworden sind!
Es bräuchte auch fast keine „Müll-Aerobic-Aktion“ in Wachtberg zu geben, wenn jeder vor seinen eigenen Tür und sogar noch ein paar Meter weiter den Müll aufhebt, den andere achtlos haben fallen lassen. Die alten Nachbarn, die sich nicht mehr so recht bücken können, würden sich sicher sehr freuen! Daran glaubt Emma! (C.v.D.)