Informationen auch im Internet: Neue Wohnformen erfreuen sich im Rhein-Sieg-Kreis zunehmender Beliebtheit

Rhein-Sieg-Kreis Rhein-Sieg-Kreis (hei) – Vor hundert Jahren war es vor allem auf dem Land noch völlig normal, dass mehrere Generationen einer Familie, Eltern, Kinder, Großeltern, unter einem Dach lebten und gemeinschaftlich wohnten.

Dieses Zusammenleben war nicht immer harmonisch – meist diente dieses Wohnkonzept dem Überleben der gesamten Familie, in dem jeder fest in den Arbeitsablauf eingespannt war. Ohne die Betreuung der Kinder durch die Großeltern und die Pflege der Alten und Kranken durch die Jüngeren hätte die Familie nicht bestehen können.

Heute wünschen sich die meisten Menschen zwar Kontakt zu ihren Familienangehörigen, gleichzeitig besteht aber auch ein Wunsch nach Distanz, um Selbständigkeit und Unabhängigkeit des jeweiligen Lebenskonzeptes zu bewahren.

Vor diesem Hintergrund erfreuen sich „Neue Wohnformen“ zunehmender Beliebtheit – auch im Rhein-Sieg-Kreis. Zurzeit sind dem Kreissozialamt neben einer Initiative in Troisdorf drei weitere Initiativen zu gemeinschaftlichen Wohnprojekten bekannt. Dazu gehören unter anderem „WiR - Haus am Campus“ in Rheinbach, „Wohnen mit jung und alt – In verbindlicher Gemeinschaft leben“ in Sankt Augustin und „Gute Hausgemeinschaft“ in Bad Honnef

Der Rhein-Sieg-Kreis hat es sich zur Aufgabe gemacht, Interessierte bei der Realisierung ihrer Ideen für eine „Neue Wohnform“ zu unterstützen. Dazu dienten bereits zwei große Veranstaltungen zum Thema, zuletzt im Oktober 2008, mit über zweihundert Interessenten und Betroffenen. Im Januar und Februar 2009 wurden in zwei Gesprächsrunden mit jeweils rund vierzig Teilnehmenden sowohl interessierte Bürgerinnen und Bürger als auch interessierte Planer und Investoren zusammengebracht. Sie tauschten die jeweiligen Vorstellungen, Wünsche und die gegebenen Möglichkeiten aus und konnten sich dabei kennen lernen.

„Wir verstehen uns als Türöffner für Neue Wohnformen; das heißt, es wird über die Möglichkeiten Neuer Wohnformen, gerade für die ältere Generation, informiert, und wir bringen Interessierte, Investoren, Architekten sowie zukünftige Bewohner, zusammen“, erklärt Stephan Liermann, Leiter des Sozialamtes. Dabei existieren viele verschiedene Vorstellungen über den Begriff der „Neuen Wohnformen“. „Informationen über den Leitgedanken, über die Ziele, Wohnformen, Betreuungskonzepte und die Finanzierungsmodelle sind notwendig“, so Liermann.

Interessierte an „Neuen Wohnformen“ können sich an das Sozialamt des Rhein-Sieg-Kreises, - Der Landrat -, Katja Milde, Kaiser-Wilhelm-Platz 1, 53721 Siegburg, Telefon 02241/13-2108, E-Mail: katja.milde@rhein-sieg-kreis.de , wenden. Informationen, wie beispielsweise über interessierte Planer oder Finanzierungsberatung, gibt es auch im Internet auf der Homepage des Rhein-Sieg-Kreises www.rhein-sieg-kreis.de ; hier die Rubriken Bürgerservice, Dienstleistungen, Soziales, Senioren, Neue Wohnformen für Seniorinnen und Senioren anklicken. (RSK)