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Kooperationsgemeinschaft „Vollzeitpflege“ lädt ein zur Informationsveranstaltung für potentielle Pflegeeltern
Rhein-Sieg-Kreis (al) – Zu einer Informationsveranstaltung für Interessierte, die sich vorstellen können, Pflegeeltern eines Kindes zu werden, lädt die Kooperationsgemeinschaft „Vollzeitpflege“ ins Rheinbacher Rathaus ein. Am 21. April um 19.30 Uhr stehen fachkundige Ansprechpartner im Alten Ratssaal zur Verfügung und erläutern sämtliche Aspekte rund um das Thema „Pflegeeltern – Pflegekinder“. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Nicht jedes Kind wächst in der Familie auf, in die es hinein geboren wurde. Eltern können in Situationen geraten, in denen es für die Kinder besser ist, vorübergehend oder dauerhaft in einer anderen Familie ein Zuhause zu finden. Krankheit, Überforde-rung, Sucht, Missbrauch oder Gewalt können unter anderem Gründe sein, für ein Kind eine Pflegefamilie zu suchen.
Pflegeeltern begleiten die ihnen anvertrauten Kinder ein Stück auf ihrem Lebensweg. Manchmal kehrt das Kind nach einiger Zeit zu seinen Eltern zurück. In anderen Fäl-len bleibt es dauerhaft in der Pflegefamilie. Die meisten Pflegekinder behalten den Kontakt zu ihren Eltern und besuchen sie regelmäßig.
Pflegeeltern müssen keine „Supereltern“ sein, sondern ganz normale Menschen mit dem Herzen auf dem rechten Fleck. Sie geben den Kindern Zuwendung, Wärme und Halt und gehen auf ihre besonderen Bedürfnisse ein. Pflegefamilien sind eine Alter-native zu der Unterbringung eines Kindes in einem Kinderheim.
Pflegekinder benötigen Menschen, die für ihre besondere Lebenssituation Verständ-nis haben und Toleranz zeigen, die in der Lage sind, das Kind unabhängig von Per-sönlichkeit und Herkunft anzunehmen und zu akzeptieren. Pflegekinder brauchen Menschen, die nicht nur Zeit für sie haben, sondern auch geduldig, belastbar, ein-fühlsam und verständnisvoll sind.
Die Kooperationsgemeinschaft „Vollzeitpflege“ der städtischen Jugendämter Rhein-bach, Bornheim, Meckenheim, des Jugendhilfezentrums des Rhein-Sieg-Kreises für Alfter, Wachtberg und Swisttal und des Kreises Ahrweiler besteht seit 2007. Ihr Ziel ist es, gemeinsam Pflegefamilien zu werben, sie für die Pflege eines Kindes zu quali-fizieren und sie dabei zu unterstützen.
Das bedeutet, dass im Vorfeld ausführliche Informations- und Vorbereitungsgesprä-che stattfinden und dass die künftigen Pflegeeltern systematisch für ihre neue Auf-gabe geschult werden. Das bedeutet ferner, dass den Eltern ermöglicht wird, an Fortbildungen und Veranstaltungen teilzunehmen. Zudem erhalten Pflegeeltern von den zuständigen Jugendämtern regelmäßige Beratung und Unterstützung in allen Fragen und bei auftretenden Schwierigkeiten. Für die Versorgung und Betreuung ihres Pflegekindes erhalten sie Pflegegeld.
Unabhängig von der Informationsveranstaltung können Interessierte auch jederzeit mit der jeweiligen Fachkraft der Jugendämter Kontakt aufnehmen. Für das linksrheinische Kreisgebiet steht im Jugendhilfezentrum für Alfter, Swisttal und Wachtberg Petra van Beek (Tel.: 02225/91365116) für Fragen zur Verfügung. (RSK)
Letzte Änderung: 17. April 2009 - © 2009 Gemeinde Wachtberg